Barrier, 2008

Welche Bilder sehen Sie mit geschlossenen Augen? Unsere innere Bildwelt besteht aus flackernden Wahrnehmungsresten, einem Ozean an flüchtigen Eindrücken und Erinnerungspartikeln. Sie tauchen aus dem gespeicherten Reservoir auf und wieder ab und assoziieren sich unlogisch wie Traumsequenzen. Corinne Wasmuht folgt mit ihrer Malerei der Spur dieser inneren Bilder. Sie schiebt zeitlich und räumlich getrennte visuelle Fundstücke ineinander und geht damit über die klassische Moderne hinaus, indem sie wie bei Mehrfachbelichtungen oder Collagen die Einheit von Zeit, Raum und Perspektive auflöst. So entstehen verwirrende Bildkaskaden, die einen starken Bezug zum urbanen Raum und seinen starken optischen Reizen haben.

Mit „Barrier“ verarbeitet die Künstlerin Fotos der Verbotenen Stadt in Peking, aber auch andere, nicht zu identifizierende Bildquellen. Abstrakte und gegenständliche Bildfragmente heben sich gegenseitig auf, flächige Bildpartien wechseln mit stark fluchtenden. Das Bild scheint sich gleichzeitig schwerelos und mit Lichtgeschwindigkeit zu bewegen.

Weitere umfangreiche Informationen zum Werk, darunter Texte, Audiodateien oder Webfilme, finden Sie in unserer Digitalen Sammlung.

© Corinne Wasmuht


Öl auf Holz
214 × 548 cm
Inv.-Nr. 2260
Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.