Der Jagdaufseher, 1883

Da steht der Mann und bewacht. Wie ein Soldat – allein auf weitem Feld, emotions- und freudlos. Er tut nicht mehr als einsam seine Pflicht. Die Natur, in die der Jagdaufseher starrt, ist weit entfernt von einer klassisch-verträumten Landschaft, deren Anblick zu erfreuen und zu erbauen vermag. Den Himmel nimmt nur ein schmaler grauer, halb verdeckter Streifen ein. Es fehlen Sonnenglanz, Licht und Schatten, Blumen und Luft.

Wir sehen die Natur vor allem als Arbeitsfeld: Äcker, Wiesen, Bauernhöfe, Zäune. Das Bewegende an diesem Gemälde ist die sublime Verknüpfung von außen und innen: Khnopff findet durch diese Naturdarstellung eine Bildsprache, die das Innenleben des Jagdaufsehers spiegelt. Distanz und Entfremdung werden fast körperlich spürbar.

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Öl auf Leinwand
151 × 176,5 cm
Inv.-Nr. 1805

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