Horde, 2007

Was sehen wir? Eine Gruppe von gewaltbereiten Gestalten baut sich überlebensgroß vor uns auf und nimmt uns ins Visier. Als Betrachter stehen wir dort, wo der potenzielle Gegner stehen könnte. Wir erkennen einen Anführer mit Hund und eine Rückenfigur, die wie ein Dirigent die Truppe zum Einsatz bringen könnte.

Die Farben trägt Richter mit dickem, unruhigem Strich auf. So ist das Bild auch in seiner Malweise aggressiv und verletzt – gegenständlich und abstrakt zugleich. Dort, wo der Mensch als Individuum sichtbar werden müsste, nämlich im Gesicht, zeigt Richter bleiche, knochige Fratzen. Weichen wir zurück oder halten wir stand? Die Intensität des Bildes liegt in seiner offenen Konzeption. Wenn abstrakte Form zum Objekt der Bedrohung wird.

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© VG Bild-Kunst


Öl auf Leinwand
280 × 450 cm
Inv.-Nr. 2250
Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e. V.