Selbstbildnis zeichnend am Fenster, um 1648

Vor der Zeit Rembrandts wurden Radierungen oft als preiswerte Alternative zum Kupferstich angesehen, mit denen sich arbeiten schnell, aber nicht sehr präzise reproduzieren ließ.

Rembrandt entdeckte in dem Verfahren aber weit mehr – sowohl, was die technischen und künstlerischen Möglichkeiten, als auch, was die Marktchancen für kleine, ausdrucksstarke Blätter betraf. Dies ist seine letzte eigenhändige Radierung, die ihn selbst zeigt. Hier manifestiert sich Rembrandts Meisterschaft in der Kombination von Ätztechnik und Kaltnadel – ein wundervolles Werk, das den Künstler bei der Arbeit zeigt. Ein geheimnisvoller Ernst liegt auf seinem Gesicht, das aus dem schwarzen Hintergrund auftaucht.

Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK


Radierung, Kaltnadel und Grabstichel
160 × 130 mm
Inv.-Nr. 61530