BARTOLOMEO BULGARINI

Die Blendung des heiligen Viktor

um 1351

Mischtechnik auf Pappelholz
Inv. Nr. 2135 (Erworben 1977 als Vermächtnis des Baron Robert von Hirsch, dem Andenken an Georg Swarzenski gewidmet)

40 × 39 cm

zur  Biographie

Das kostbar gemalte Täfelchen gehörte einst zur Predella eines Altars, der zusammen mit der „Maestà“ von Duccio und drei weiteren Altarbildern von Simone Martini, Pietro und Ambrogio Lorenzetti die zentralen Altäre des Sieneser Doms schmückte. Das Hauptbild zeigte mit der Geburt Christi zugleich Maria, die Hauptpatronin der Stadt. Die Predellenszene präsentiert hingegen mit dem hl. Viktor einen weiteren, weniger bedeutenden Stadtheiligen. Mit diesem Altarwerk, künstlerisch und maltechnisch von höchstem Rang, realisierte Bartolomeo Bulgarini einen der prestigeträchtigsten Aufträge, den die Stadt Siena um die Mitte des 14. Jahrhunderts im Zuge der Ausstattung des Doms zu vergeben hatte.



Zur Schenkung des Werkes:
Als der spätere Leiter der Offenbacher Lederfabrik Robert von Hirsch (1883?1977) mit 24 Jahren seine Sammlertätigkeit begann, war der damalige Städel-Direktor Georg Swarzenski sein fachkundiger Berater. Seine Sammlung umfasste Werke vom Mittelalter bis in die Klassische Moderne. Sein Haus in der Bockenheimer Landstraße war ein beliebter Treffpunkt der Frankfurter Kunstfreunde bis Robert von Hirsch 1933 nach Basel emigrierte. 1977 vermachte er dem Museum dieses Gemälde im Andenken an seinen Mentor Georg Swarzenski, der sein Amt als Direktor dieses Hauses 1937 niederlegen musste.
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