PETRUS CHRISTUS

Madonna mit Kind und den hl. Hieronymus und Franziskus

1457

Mischtechnik auf Eichenholz
Inv. Nr. 920

46 × 44 cm

zur  Biographie

Unter den Werken der altniederländischen Malerei nimmt Petrus Christus’ Frankfurter Madonnenbild eine ganz besondere Stellung ein: Zum ersten Mal gelingt es einem niederländischen Künstler, seinen Bildraum nicht nur nach empirischem Augenschein, sondern nach den Regeln der Geometrie perspektivisch „richtig“ zu konstruieren. Nur knapp dreißig Jahre zuvor hatte der Universalgelehrte Leon Battista Alberti hierfür in Florenz die theoretischen Grundlagen gelegt. In der Tradition Jan van Eycks signierte und datierte Petrus Christus sein Bild stolz auf der unteren Thronstufe: „Petrus Christus me fecit 1457“ (Petrus Christus hat mich im Jahre 1457 gemacht).



Zur Schenkung des Werkes:
Johann David Passavant (1787–1861) wurde in Frankfurt zum Kaufmann ausgebildet, ab 1817 entwickelte er sich zu einem nazarenischen Maler und schließlich wurde er zum Mitbegründer einer wissenschaftlich orientierten Kunstgeschichte. Sein bahnbrechendes, 1839 erschienenes Werk Rafael von Urbino und sein Vater Giovanni Santi hatte der Autor der „hochwohllöblichen Administration“ des Städels gewidmet, die das Forschungsunternehmen wie die Drucklegung unterstützt hatte. 1840 trat Passavant die Stelle des Galerie-Inspektors am Städel an. In seiner privaten Gemäldesammlung befand sich auch dieses Bild von Petrus Christus, das er bereits zu Lebzeiten dem Städel schenkte. Mit seinem Vermächtnis 1861 folgten weitere Werke.

 

 


Weitere Werke

  • Bildnis eines Mannes mit Falken Mehr
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