MEISTER DER TIBURTINISCHEN SIBYLLE
Weissagung der Sibylle von Tibur
tätig in Haarlem und Löwen zwischen 1470 und 1490
Mischtechnik auf Eichenholz
Inv. Nr. 1068
68.9 × 85.7 cm
Die Sibylle von Tibur deutet dem römischen Kaiser Augustus eine Himmelserscheinung als Hinweis auf die Geburt Jesu Christi. Seit frühester Zeit wurde diese Szene als abendländisches Gegenstück zur Anbetung der drei Weisen aus dem Morgenland gesehen: Westen und Osten huldigen dem neugeborenen Christkind. Der nach dem Städel-Bild benannte „Meister der Tiburtinischen Sibylle“ betonte die überzeitliche Bedeutung des Geschehens dadurch, dass er es in einen niederländischen Burghof verlegte und die Akteure in Kostüme seiner Zeit kleidete. Das Gemälde wurde in der Werkstatt des Dieric Bouts begonnen und von dem Anonymus nur vollendet, wie zahlreiche z. T. schon mit bloßem Auge erkennbare Veränderungen deutlich machen.











