LUCAS CRANACH DER JÜNGERE

Bildnis Philipp Melanchthons

1559

Mischtechnik auf Holz
Inv. Nr. SG 349

81.6 × 62.3 cm

zur  Biographie

Im Bildnis des Humanisten und Reformators versuchte der jüngere Cranach ein klassisches Problem der Porträtmalerei aufzulösen, das als Thema in ungezählten Bildbeischriften wiederkehrt: dass der Maler zwar das Äußere einer Person lebensvoll schildern, nicht aber ihr geistiges Leben adäquat überliefern könne. Deswegen kontrastiert Cranach die vergeistigte und etwas unordentliche physische Erscheinung des Gelehrten mit dem Resultat von dessen geistiger Arbeit. Lateinische Epigramme und ein Text des von Melanchthon übersetzten Kirchenvaters Basilius d. Gr. sind zu einem fiktiven Buch zusammengebunden, das der Gelehrte dem Betrachter demonstrativ kopfüber, und damit für diesen leichter lesbar, entgegenhält.
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