CONRAD FABER VON CREUZNACH
Doppelbildnis Justinian und Anna von Holzhausen, geb. Fürstenberg
1536
Mischtechnik auf Lindenholz
Inv. Nr. 1729
68.6 × 98.5 cm
Conrad Faber war der Hausmaler des Frankfurter Patriziats in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Unter seinen vielen Porträts von Angehörigen der führenden Geschlechter ragt das Doppelbildnis heraus, das der humanistisch gebildete Justinian von Holzhausen von sich und seiner Gattin malen ließ. Einzigartig in der Malerei nördlich der Alpen ist der geflügelte Amor, der mit Liebespfeil und Weintraube eine Verbindung zwischen den Porträtierten herstellt. Seine Anwesenheit beschwört die sinnliche Liebe als Grundlage der Ehe. Zwar war dies ein erstaunlich freimütiges Bekenntnis zur Sexualität; andererseits waren die zum Entstehungszeitpunkt bereits geborenen Kinder des Paares noch nicht bildwürdig.










