AERT VAN DER NEER

Nächtliche Kanallandschaft mit Fischerbooten

um 1645-50

Öl auf Eichenholz
Inv. Nr. 1092 (Erworben 1874 als Vermächtnis Georg Seufferheld)

41.8 × 52.2 cm

zur  Biographie

Der Amsterdamer Aert van der Neer war Spezialist für Winter- und Mondscheinlandschaften, die sich durch subtile Lichtführung und ihren besonderen Stimmungsgehalt auszeichnen. Die nächtliche Kanallandschaft zählt zu seinen besten Werken: Die zentralperspektivisch in die Tiefe fluchtende Komposition wird durch den tief am Horizont stehenden, wolkenverhangenen Vollmond in fahles Gegenlicht getaucht, vor dem sich Boote, Bäume, Häuser und Staffagefiguren schemenhaft abzeichnen. Mit überlegt gesetzten Lichtreflexen, der Spiegelung der Mondscheibe im Wasser und den dramatisch angeleuchteten Wolkenformationen gelingt es ihm, die nächtliche Atmosphäre differenziert wiederzugeben.



Zur Schenkung des Werkes:
Der Frankfurter Kaufmann und Stadtverordnete Georg Seufferheld (1813–1874) setzte sich auf verschiedene Art und Weise für die Belange der Stadt und für das Wohl der Bürger ein. So gehörte er 1858 gemeinsam mit Louis Brentano und Albert Varrentrapp zu den mutigen acht Zeichnern der Gründeraktie des Frankfurter Zoos, 1864 war er gemeinsam mit Johann David Passavant Mitglied des „Comitées zur Errichtung des Frankfurter Schiller-Denkmals“. Als Privatmann vermachte er 1874 per Testament dem Städelschen Kunstinstitut eine Perle an niederländischer Malerei: das wunderbare Nachtbild des Aert van der Neer.
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