AELBERT CUYP
Schafherde auf der Weide
um 1645-55
Öl auf Holz
Inv. Nr. 1107
49.3 × 74.3 cm
Seit den mittleren 1640er Jahren bestimmte zunehmend mediterran anmutendes, goldenes Licht nach dem Vorbild des aus Italien zurückgekehrten Malerkollegen Jan Both die reich staffierten Weide- und Kanallandschaften Cuyps. Motivisch blieb er dagegen seiner Heimat treu: Die weite, flache Landschaft der in weiches Abendlicht getauchten Schäferszene kann ihren niederländischen Ursprung nicht verleugnen. Durch diese einzigartige Kombination entstanden Gemälde von unvergleichlicher Harmonie, die zu den Höhepunkten holländischer Landschaftsmalerei zählen. Zu Lebzeiten außerhalb Dordrechts weitgehend unbekannt, wurde Cuyp erst im späten 18. Jahrhundert von englischen Sammlern wiederentdeckt.
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