REMBRANDT HARMENSZ. VAN RIJN
David spielt die Harfe vor Saul
um 1630
Öl auf Eichenholz
Inv. Nr. 498
62 × 50 cm
Nachdem David den Riesen Goliath besiegt hat, neidet der greise König Saul ihm seinen Erfolg und trachtet ihm nach dem Leben. Dem alttestamentlichen Buch Samuel zufolge steigert sich die Eifersucht des Königs zur Besessenheit, die das Harfenspiel des Hirtenjungen lindern soll. Zuvor aber wird Saul noch zweimal seinen Speer nach David schleudern, ihn jedoch verfehlen. Das aufkeimende Misstrauen des Herrschers gegenüber der im Dunkeln verborgenen Gestalt steht im Mittelpunkt der Darstellung. Schon früh, gegen 1630, zeigt sich hier Rembrandts Meisterschaft in der Schilderung der Emotionen seiner Bildfiguren; dadurch erweckte er viele, teils recht entlegene Historien zu neuem Leben.












