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GUERCINO (GIOVANNI FRANCESCO BARBIERI)

Madonna mit Kind

um 1621–22

Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 2336. Erworben 2010 als Schenkung von Eduard und Barbara Beaucamp

64 × 50 cm

zur  Biographie

Das Madonnenbild von Giovanni Francesco Barbieri, genannt Il Guercino, besticht durch seine außergewöhnliche Natürlichkeit, für die der italienische Barockmaler bereits früh geschätzt wurde. Durch den stark herausgearbeiteten Kontrast zwischen hell beschienenen Flächen und verschatteten Partien erhalten die Halbfiguren eine ungemein plastische Präsenz. Diese Licht- und Schattenwirkung im Werk Guercinos kann als Reflex auf die Innovationen Caravaggios verstanden werden, dessen Arbeiten ihn nach seiner Ankunft in Rom 1621 offenkundig sogleich beeindruckten. Die Figuren stellen eine unmittelbare Verbindung zum Betrachter her, der durch den engen Bildausschnitt möglichst nah an das Geschehen herangeholt wird und somit zufällig an der intimen Szene zwischen Mutter und Kind teilzuhaben scheint. Mit seinem Haarflaum und Babyspeck wirkt insbesondere das Christuskind außerordentlich menschlich. Guercinos Darstellungsweise entspricht hier voll und ganz den Forderungen der Gegenreformation, die Gläubigen im Andachtsbild direkt anzusprechen.

12345  Bewertung: (5.00)

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