GIOVANNI BATTISTA TIEPOLO

Die Heiligen der Familie Crotta

um 1750

Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 1441

195 × 320 cm

zur  Biographie

Tiepolos monumentales Gemälde, das er in den 1740er Jahren für Giovanni Antonio Crotta schuf, befand sich bis zu seiner Erwerbung für das Städel 1902 im Palazzo Crotta in Venedig. Dargestellt ist eine Begebenheit aus der Frühgeschichte der Patrizierfamilie, die ihre Genealogie auf antike Urahnen in Bergamo zurückführte. Zu diesen gehört die von rechts heranschreitende hl. Grata, die von den lokalen Märtyrerheiligen Fermus und Rusticus begleitet wird. Sie sucht ihre heidnischen Eltern, den links thronenden Stadtherrn Lupus und seine Gemahlin Adelheid, zum Christentum zu bekehren, indem sie ihnen – in Analogie zur alttestamentlichen Geschichte von Judith und Holofernes – das auf des Vaters Befehl abgeschlagene Haupt des hl. Alexander präsentiert, aus dem auf wundersame Weise Blumen erblühen. So erscheint im Bild die Christianisierung Bergamos in der Spätantike aufs engste mit Geschichte und Wirken der Familie Crotta verwoben, die Herrscher und Heilige hervorgebracht hat. Tiepolo inszeniert die Geschichte gleich einem Theaterstück mit großer Geste in einer prunkvoll-antikisierenden Kulissenarchitektur aus hellem Marmor, vor dem sich die leuchtenden Gewänder der Figuren wirkungsvoll abheben.

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