FRANZ PFORR
Selbstbildnis
1810
Öl auf Leinwand
Inv. Nr. (Leihgabe der Frankfurter Künstlergesellschaft)
22.7 × 17.1 cm
Eine Handvoll Gemälde und rund 150 Zeichnungen hinterließ der jung gestorbene Frankfurter Pforr, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Erneuerung der Kunst durch Rückbesinnung auf Religion und Mittelalter anstrebte. Das auf wenige Farbtöne reduzierte Brustbild des Künstlers wurde lange Zeit für ein Werk Friedrich Overbecks gehalten, der neben Pforr Gründungsmitglied des 1809 entstandenen Lukasbundes war. Während Overbeck sein Vorbild in Raffael sah, vertrat Pforr die an Dürer orientierte „altdeutsche“ Richtung der Nazarener. Das schlichte Selbstporträt, das durch die Betonung der Umrisslinien beinahe stilisiert wirkt, bezeugt den Ernst und die Frömmigkeit dieser Kunst.
Weitere Werke
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