Über Jahrzehnte widmete sich der Schweizer Arnold Böcklin dem Motiv der Villa am Meer, die er jeweils in einer visionär-arkadischen Landschaft des Südens ansiedelte. Er wollte nicht die sichtbare Erscheinung der Welt darstellen, sondern schuf in diesen Werken eine belebte Phantasiewelt in einer emotionalen wie dramatischen Symbolsprache. Wie auf einer Theaterbühne ist die koloristisch brillante Darstellung der in sich versunkenen Frauenfigur inszeniert. Mit Weltschmerz-Darstellungen dieser Art bediente der Maler sein Publikum treffsicher. Ziel der Gemäldebetrachtung war das Erreichen einer absoluten Stille, dass man, so Böcklin, „erschrickt, wenn angeklopft wird“.











