Degas hat über die Historienmalerei zur Darstellung von Alltagsszenen gefunden, gleichzeitig wurde das Porträt sein Metier. Deshalb interessierten ihn in der ersten Fassung des Themas im Musée d’Orsay auch die Physiognomien der Musiker und ihr Spiel. Bei dieser zweiten Variante sehen wir nur deren Hinterköpfe, die Instrumente sind verdeckt. Degas hat dieses Bild mehrfach radikal überarbeitet, die Leinwand beschnitten und die Bildfläche am oberen Rand erweitert. So schuf er Raum für die Bühne und seine neuen Hauptdarsteller, die Tänzerinnen. In ihren weißen Kostümen mit den rosa Bändern flirrt das Rampenlicht. Sie werden Degas Werk prägen und seinen Ruhm begründen.











