EDOUARD MANET

Die Krocketpartie

1873

Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 1476 (Eigentum Städelscher Museums-Verein e.V.)

73 × 106 cm

zur  Biographie

Im Garten des belgischen Künstlers Alfred Stevens wird Krocket gespielt, die einzige Sportart, die Männer und Frauen damals gemeinsam ausüben durften. Manet hat kurzfristig den Schläger gegen den Pinsel getauscht, um diese Szene festzuhalten. In diesem Jahr, 1873, erprobt er erstmals die Malerei in natürlichem Licht unter offenem Himmel. Die Szenerie ist programmatisch: Maler und Modelle verlassen das Atelier, um sich zwanglos in der freien Natur zu bewegen. Keine gekünstelten Posen im Kerzenschein, sondern lebenswarme Szenen aus dem Alltag. Der Künstler traut seinen subjektiven Empfindungen, nicht länger gilt es, ewige Werte zu inszenieren, denn nichts ist so flüchtig wie ein Spiel, nichts ist so vergänglich wie ein sonniger Nachmittag. Und nichts ist so wandelbar wie ein Garten. Allen impressionistischen Malern dient er als Öffnung und Verlängerung des Ateliers, als Inspirationsquelle, als Lichtspender, als paradiesischer Ort, an dem sich Kunst und Leben kreativ vereinigen. Diese Symbolkraft und Intimität des Bildes muss Manet gespürt haben, bis zu seinem Tod behielt er es in seiner Nähe im Atelier.


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12345  Bewertung: (5.00)

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