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© VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Artothek

BLINKY PALERMO (PETER HEISTERKAMP)

Ohne Titel. Stoffbild

1970

Eingefärbte, leinenbindige Baumwolle mit naturfarbenem Nessel hinterspannt
Inv. Nr. SG 1263

200 × 70 cm

zur  Biographie

Die Arbeit Palermos aus dem Sommer 1970 gehört zu der seit 1966 entstandenen Werkgruppe der Stoffbilder. In dem Frankfurter Bild arbeitet Palermo mit industriell eingefärbten, maschinell vernähten Stoffbahnen in Blau und Grün. Durch die Lichteinwirkung verbleicht das leinenbindige Baumwollgewebe und zerstört so langsam die ursprüngliche Farbabstimmung. Bereits 1967 entstehen horizontal dreigeteilte Werke, zuerst im quadratischen Format. Die extreme Streckung zu einem schlanken Hochformat sollte die Bilder - ebenso wie der Einsatz "gegensätzlicher Farbenergien" (Bernhart Schwenk) - schließlich von den unbewußt suggerierten Landschaftsassoziationen befreien.

An der Seite von Gerhard Richter und Sigmar Polke ist Palermos entscheidender Beitrag zur Kunst nach 1945 auch an dieser Arbeit erfahrbar: "Durch die Negation der individuellen malerischen Geste hat Palermo mit der Farbfläche seiner Stoffbilder der Malerei aus der Anschauung heraus eine neue Dimension eröffnet, die vom Gegenstand befreit zu einer Synthese von materieller und immaterieller Erscheinung findet." (Thordis Moeller (Hrsg.), Palermo. Bilder und Objekte, Werkverzeichnis in 2 Bänden, Bonn 1995, Bd.1, 18)

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