FRANZ MARC

Liegender Hund im Schnee

um 1910/11

Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 2085 (Eigentum Städelscher Museums-Verein e.V.)

63 × 105 cm

zur  Biographie

Tiere als Bildmotive hat den im Ersten Weltkrieg vor Verdun gefallenen Marc, dem Mitbegründer der Künstlervereinigung „Der blaue Reiter“ in München, schon immer mehr interessiert als die Darstellung von Menschen. Für ihn drückte sich das Geistige in der Kunst im Tier als dem Sinnbild einer ursprünglichen Einheit von Natur und Lebewesen aus. Aber nicht nur die Wesensform, sondern auch die Erscheinungsform wollte Marc ästhetisch umsetzen: Beim Malen von seinem sibirischen Schäferhund Russi stellte Marc komplizierte Farbüberlegungen an, wie in einem Brief an August Macke überliefert ist. Mit der malerischen Herausforderung der Darstellung von Schnee, der sich schon Monet und Pissarro gestellt hatten, konnte Marc komplementäre Farbwirkungen und prismatische Reinheit der Farbe in den Mittelpunkt rücken. Der zunächst von der impressionistischen Kunst faszinierte Maler erweiterte nach wiederholten Begegnungen mit der französischen Avantgardekunst, vor allem mit Werken van Goghs und Gauguins, seinen künstlerischen Horizont. Von nun an herrschten vereinfachte Formen, flächige Komposition und die symbolhafte Farbgebung als stärkste Ausdrucksmittel vor.

12345  Bewertung: ()

chevreuil sagte:
Ein Klassiker...einfach schön!
Geschrieben um: 19.03.2009 19:34
chevreuil sagte:
Ein Klassiker...einfach schön!
Geschrieben um: 19.03.2009 19:33
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