HENRI MATISSE
Blumen und Keramik
Fleurs et céramique: Les capucines
um 1911/13
Öl auf Leinwand
Inv. Nr. SG 1213
94 × 83 cm
Der Überwinder des Impressionismus und Mitbegründer der expressionistischen Künstlergruppe „Les Fauves“ (Die Wilden) löste den dreidimensionalen Bildraum auf und verlieh der Farbe eine nicht an die Struktur des Gegenstandes gebundene Eigenständigkeit. Das Stillleben gehört in die experimentelle Periode von Matisse, in der er sich ab 1911 mit den im Kubismus vorherrschenden geometrisch-reduzierten Formen auseinandersetzte. Die Wirkmächtigkeit der Farbe wird durch den flächig-dekorativen Einsatz des intensiven, durchlichteten Blaus gesteigert, in dem die Gegenstände, die als Blumentopf, Teller und Blatt Papier zu erkennen sind, ornamental verankert zu sein scheinen. Matisse, der das Konzept des Dekorativen zeitlebens durchgehalten und weiterentwickelt hat, profitierte, wie viele andere Maler auch, von der Begegnung mit der orientalischen Kultur. Unternahm er doch mehrere Marokkoreisen, in denen er die intensive Farbwelt Nordafrikas erlebte und flächig auf die Leinwand setzte. Neben Picasso, der die Form der Bildgegenstände abstrahierte, war Matisse hinsichtlich der Autonomie der Farbe einer der großen Vorreiter für die Kunst des 20. Jahrhunderts.
Weitere Werke
- Nature morte / Stillleben mit Kupferkessel Mehr












I ve seen this picture in reality and it was just amazing. I fell in love with Stillleben. I got the real one at home now. Just bought it.
Ein wirklich herrliches Gemälde, dass für mich für die Moderne steht
Die Abblildung unterschlägt den Rahmen (zurecht) -Rahmenleiste hellgold und recht breit.
"Fleurs..." ist also verrahmt.
Gold und blau bilden einen sehr starken, fast maximalen Farbkontrast, der Rahmen drängt sich auf.
Er mag wohl den ökonomischen Wert des Bildes unterstreichen, stellt sich aber gegen Form und Inhalt.