PABLO PICASSO
Bildnis der Fernande Olivier
1909
Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 2110 (Eigentum Städelscher Museums-Verein e.V.)
65 × 55 cm
Karg sind die Berge rund um das spanische Dorf Horta de Ebro, in dem der junge Picasso zusammen mit der Freundin Fernande Olivier den Sommer 1909 verbringt. Dort entsteht dieses revolutionäre Programmbild der modernen Malerei. Der Kopf seiner Geliebten scheint ein Teil der felsigen Umgebung zu sein – er fügt sich ein in die kristallinen Landschaftsformen und die zurückgenommene Farbpalette der wenigen Grün-, Grau- und Brauntöne. Nicht die Wiedergabe der individuellen Züge hat der Maler bei der Darstellung im Sinn, sondern die Kreation einer neuen Bildeinheit, die keine Eigenschaft des Objekts, des Gesichts der Frau, ist, sondern erst im künstlerischen Akt und in der Anschauung hergestellt wird. Durch Zerlegung der großen Masse in kubische Kleinformen und deren Neuanordnung in der Fläche hat der Künstler ein Meisterwerk des analytischen Kubismus geschaffen. In unmittelbarer Nähe zu dem Frankfurter Bildnis entstand im Herbst 1909 die Bronzeplastik „Tête“. Dieses plastische Bildnis ist eine direkte Umsetzung der am Gemälde entwickelten Formensprache in das dreidimensionale Medium der Skulptur.












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