Die Künstlerin, die zu den bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus gehört, war zwischen der naturverbundenen Worpsweder Künstlerkolonie und der urbanen Avantgarde in Paris hin- und hergerissen. Tief beeindruckt von den Gemälden von Paul Gauguin und Paul Cézanne, hat sie den Bildraum flächig reduziert. In ihren Kinderbildnissen zeigt die Malerin eine ernsthafte und ungeschönte Wahrnehmung kindlicher Physiognomik. Vereinfachte, groß gesehene Formen dominieren den um 1905 entstandenen Mädchenkopf, der trotz des kleinen Formats durch die ausschnitthafte Konzentration auf den Kopf des Kindes monumental wirkt.










