Im Jahr 1910 begann Emil Nolde eine Serie von Bildern religiösen Inhalts, die er schließlich zu einem Altarwerk zusammenfasste. Seine Schilderung des biblischen Geschehens ist rein subjektiv geprägt und zielt auf emotionale Durchdringung der Ereignisse des Neuen Testaments. „Denn ‚Christus in der Unterwelt’ ist keine Sache des Wissens, sondern des Glaubens“, schrieb der Künstler später. Damit beschritt er wie seine expressionistischen Zeitgenossen den Weg zu einer Kunst, die durch Komposition und Farbgebung unmittelbar auf den Betrachter wirken sollte. Die Enge des Raums, die Dichte der teils deformierten Figuren und das lodernde Licht geben einen dramatischen Einblick in die Vorhölle.
Weitere Werke
- Vierwaldstätter See Mehr











