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OTTO FREUNDLICH

Ascension

1929

Bronze
Inv. Nr. SG P 245

200 × 104 × 104 cm

zur  Biographie

Der Maler, Bildhauer und Kunsttheoretiker Otto Freundlich betrachtete die Kunst als Ausdruck seiner gesellschaftskritischen, sozialutopischen Ideen und entwickelte eine Ästhetik, die einer zukünftigen, menschenwürdigen Welt entsprechen soll. Anfangs orientierte er sich an den bewegten Oberflächen der Werke Auguste Rodins, später gestalteten seine Plastiken ein eigengesetzliches Wechselspiel zwischen Formzertrümmerung und räumlich-organischer Neuordnung.

Als erste, monumentale, abstrakte Figur der Kunstgeschichte vollendet er 1929 „Ascension“. Der Titel verweist auf die Idee des Aufstiegs – die potenzielle Erhebung der sozial benachteiligten Klassen und den Aufschwung des Geistes, die Entfaltung des Menschen. Leitidee ist dabei der freie Zusammenschluss selbstständiger Einzelformen zu einer lebendigen „Gemeinschaft“. 1937 musste Freundlich die Entfernung seiner Werke aus den deutschen Museen miterleben, mit zwei Skulpturen wurde er in der Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamiert, seine Arbeit „Der neue Mensch“ von 1912 sollte in verzerrter Form auf dem Titelblatt der Propagandabroschüre die „Entartung“ signalisieren. Freundlich wurde 1943 im Konzentrationslager Majdanek ermordet.

Anlässlich des 100 jährigen Jubiläums der Städtischen Galerie wurde diese monumentale Bronze Skulptur durch die Stadt Frankfurt erworben. Damit gewinnt die Sammlung ein herausragendes Werk der Moderne.
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