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© VG Bild-Kunst, Bonn 2013

MAX BECKMANN

Tänzerin

1935

Bronze
Inv. Nr. ST P 614

17.5 × 70 × 25 cm

zur  Biographie

Beckmann, der sich eigentlich als Maler verstanden hat, erweitert sein OEuvre erst 1934, als Fünfzigjähriger, um die Gattung der Skulptur. In der Zeit der politischen Bedrängnis behauptete er sich als Künstler und erprobte ein neues Medium. Sein Thema ist auch in der Plastik die Welt des Varieté, mit Akrobaten und Artisten als Sinnbilder für die menschliche Existenz. Aber nicht die Person, sondern die extreme Körperhaltung des Spagats steht im künstlerischen Mittelpunkt. Die Skulptur zeichnet sich durch voluminös überformte Extremitäten und einem vergleichsweise kleinen Kopf aus. Das Gesicht ist bis zum Knie gebeugt und lässt keine klare Physiognomie erkennen. Der Arm mit der zum Betteln geöffneten Hand ist stark überlängt. Beckmanns „Tänzerin“ entspricht also keinem Schönheitskanon und unterliegt keiner anatomischen Korrektheit, sondern zeugt von einem räumlich intensiv erfahrbaren Kräftespiel. Die extreme Streckung des Körpers und die an die Grenzen gehenden Dehnungen lassen sich auf die existenziell bedrohliche Situation in Deutschland Mitte der dreißiger Jahre beziehen.


Weitere Werke

  • Die Synagoge in Frankfurt am Main Mehr
  • Zirkuswagen Mehr
  • Hinter der Bühne (Backstage) Mehr
  • Bildnis Fridel Battenberg Mehr
  • Die Weintraube Mehr
  • Selbstbildnis mit steifem Hut Mehr
  • Tegeler Freibad Mehr
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