© VG Bild-Kunst, Bonn 2013

ALEXANDER ARCHIPENKO

Badende

1915

Gips, Papiermaché auf einem Innengerüst aus Draht
Inv. Nr. St. P 416 (Eigentum Städelscher Museums-Verein e.V.)

50 cm

zur  Biographie

Gemälde oder Skulptur? Beides! Das während des Ersten Weltkriegs entstandene Werk war die Initialzündung für Archipenkos so genannte Skulpto-Malerei, die sich ganz bewusst der Verschränkung beider Gattungen verschrieb. Die freistehende Figur besteht aus einem Innengerüst aus Draht, das überzogen ist von einem Körper aus Papiermaché und Gips. Dieser wiederum ist mit einem kubistisch aufgefassten weiblichen Akt bemalt, der sich illusionistisch über die im Winkel angelegte Raumführung der Plastik hinwegsetzt. Bereits in den 1920er Jahren war dieses Werk als aus dem Kubismus heraus entwickelte Innovation auf wichtigen Ausstellungen in Paris, Venedig, Berlin und Prag zu sehen.



Zur Schenkung des Werkes:
Anlässlich des Baubeginns des Erweiterungsbaus in der Holbeinstraße wurde 1987 Archipenkos Badende vom Museums-Verein erworben. Die hohe Ankaufssumme konnte durch Unterstützung von insgesamt 99 Einzelspenden zusammengetragen werden. So entschloss sich von privater Seite die Unternehmerin und Ehrensenatorin der Johann Wolfgang-Goethe Universität, Johanna Quandt (geb. 1926), zu einer Stiftung in Höhe von mehreren Hunderttausend Mark. Neben ihr beteiligten sich weitere Privatpersonen mit fünfstelligen Beträgen, darunter der damalige Städel-Direktor Klaus Gallwitz. Auch Firmen wie das Frankfurter Traditionsunternehmens Hoechst AG unterstützten den Ankauf ebenso wie der Ernst von Siemens-Kunstfonds.

12345  Bewertung: (3.00)

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