Die Radierung der Algerischen Jüdin zählt zu den bedeutendsten Blättern, die nach einer Reise des Künstlers durch Nordafrika entstanden sind. Er zeigt eine reichgeschmückte jüdische Braut, die, der orientalischen Tradition entsprechend, vor der Hochzeit mit ihren Gefährtinnen in einem Zimmer eingeschlossen bleibt. Delacroix selbst wird Entsprechendes nicht gesehen haben. Was er hier schildert, ist das Ergebnis seiner Vorstellungskraft. In der Wahl des Motivs und der graphischen Ausführung zeigt er sich dem Vorbild Rembrandt verpflichtet.












