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BRAUNSCHWEIGER MONOGRAMMIST (TÄTIG IM 2. VIERTEL DES 16. JHTS. VERMUTLICH IN ANTWERPEN) ( - )

BRAUNSCHWEIGER MONOGRAMMIST (TÄTIG IM 2. VIERTEL DES 16. JHTS. VERMUTLICH IN ANTWERPEN)

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Mit dem Notnamen »Braunschweiger Monogrammist« wird seit Wilhelm Bode ein im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts tätiger Maler bezeichnet, der sich auf die Darstellung kleinformatiger, vielfiguriger biblischer Szenen und »Lockerer Gesellschaften« spezialisierte. Sein Name leitet sich von seinem Hauptwerk im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig ab, welches das biblische Gleichnis des großen Gastmahls (Lukas 14) zum Thema hat. Seiner Herkunft nach vermutlich ein Holländer, war der Monogrammist mit größter Wahrscheinlichkeit in
Antwerpen tätig. Zahlreiche Versuche wurden unternommen, um den anonymen Meister zu identifizieren. Aber weder die Gleichsetzung des Künstlers mit Jan van Hemessen noch die mit Jan van Amstel konnte überzeugend nachgewiesen werden, von der Identifikation mit Allaert Claesz. oder Meyken Verhulst zu schweigen. In der Entwicklung der Landschaftsmalerei wie in der Ausbildung »sittenbildlicher« Darstellungen nimmt der »Braunschweiger Monogrammist« eine herausragende Stellung ein, die ihn zu einem unmittelbaren Vorläufer Pieter Bruegels d. Ä. macht.

LITERATUR
Dietrich SCHUBERT, Die Gemälde des Braunschweiger Monogrammisten. Ein Beitrag zur Geschichte der niederländischen Malerei des 16. Jahrhunderts, Köln 1970; Max J. FRIEDLÄNDER, H. PAUWELS, G. LEMMENS, Early Netherlandish Painting, Bd. XII: Jan van Scorel and Pieter Coeck van Alst, Leiden-Brüssel 1975, S. 44-52

Braunschweiger Monogrammist, Bordellszene, 16. Jahrhundert

Braunschweiger Monogrammist: Bordellszene

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