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BARTHOLOMEUS BREENBERGH (1598 - 1657)

BARTHOLOMEUS BREENBERGH

1598 - 1657

Am 13. November 1598 wurde Bartholomeus Breenbergh als Sohn des Apothekers Jan Breenbergh und seiner Frau Anna Buecker in der Reformierten Kirche zu Deventer getauft. Nach dem Tod des Vaters 1607 zog die Familie vermutlich über Hoorn nach Amsterdam. Dort erhielt Breenbergh seine künstlerische Ausbildung, wahrscheinlich im Kreis der Prä-Rembrandtisten. 1619 ist er als Maler in Amsterdam dokumentiert, zog aber noch im selben Jahr nach Italien. Dort entstand 1622 die "Auffindung des Moses" (Stockholm, Hallwyl Galerie), das früheste bekannte Gemälde mit einer Datierung. Breenbergh gehörte zur ersten Generation der Italianisanten und zu den Mitbegründern der schildersbent, der Vereinigung niederländischer Künstler in Rom. Als einer der bentvueghels erhielt er den Spottnamen "das Frettchen". Enge künstlerische Kontakte sind insbesondere zu Cornelis van Poelenburch und dem Flamen Paul Bril überliefert, von dem er einige Werke kopierte. Zu seinen Gönnern zählte der Herzog von Bracciano in Bomarzo, denn die Inventare der Orsini von 1655/56 dokumentieren sieben Landschaften des Malers. Nach seiner Rückkehr 1630 nach Amsterdam orientierte sich Breenbergh erneut an den Prä-Rembrandtisten. Seine expressiven Figuren zeigen Einflüsse durch Werke von Pieter Lastman. Historische und mythologische Szenen in arkadischer Landschaft zählten nun zu seinen bevorzugten Sujets. Hier ergeben sich auch Berührungspunkte zum Frühwerk von Rembrandt, mit dem Breenbergh in denselben künstlerischen Kreisen verkehrte. Am 11. September 1633 heiratete Breenbergh Rebecca Schellingwou, die Tochter eines reichen Tuchhändlers. 1648 mieteten sie ein Haus an der Amsterdamer Lauriersgracht; 1654 lebten sie an der Prinsen- und drei Jahre später an der eleganteren Herengracht. Die Nennung in den Amsterdamer Registern von 1649 und 1653 als "Händler" geht vielleicht darauf zurück, daß einer seiner beiden Söhne im Fernhandel tätig war. Am 5. Oktober 1657 wurde Breenbergh in der Oude Kerk zu Amsterdam beigesetzt. Außer Landschaften und Historienszenen schuf Breenbergh auch Portraits. Zu seinem graphischen OEuvre zählen Zeichnungen und einige Radierungen. Von seinem fast zehnjährigen Aufenthalt in Italien sind vorwiegend Zeichnungen erhalten, die sowohl vor Ort als auch in der Werkstatt entstanden und bei denen es sich oft um autonome
Werke handelt.
LITERATUR: HOUBRAKEN 1, 1718, S. 369f.; DESCAMPS 2, 1754, S. 299-301; ROETHLISBERGER 1981, S. 2-5; Ausst. Kat. AMSTERDAM-BOSTON-PHILADELPHIA 1987/88, S. 283
Bartholomäus Breeinbergh, Das Martyrium des hl. Laurentius, 1647

Bartholomäus Breenbergh: Das Martyrium des hl. Laurentius

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