Zurück zur Übersicht

JAMES ENSOR (1860 - 1949)

JAMES ENSOR

1860 - 1949

Ensor, James (James Sidney Edouard), belg. Maler, Zeichner, Graphiker, Schriftsteller, Komponist, * 13. 4. 1860 Oostende, † 19. 11. 1949 ebd. E. ist einer der kühnsten und originellsten Maler am E. des 19. Jh.

Der Vater James Frédéric E. (* 1835 Brüssel, † 1887 Oostende) aus einer wohlhabenden engl. Fam. aus Brighton und die Kaufmannstochter Marie-Louise Catherine Haegheman (* 1835 Oostende, † 1915 ebd.) heiraten am 4. 5. 1859 Oostende, wo sie nach altem Familienbrauch zur Karnevalszeit ein Geschäft (26, rue Longue) mit Andenken, Kuriositäten, Chinoiserien, Muscheln und Masken für die Besucher des beliebten Seebades eröffnen.

Derartige „Ali-Baba- Tavernen“ beeindrucken E. als Kind nachhaltig, und die Erinnerung daran prägt sein künstler. Schaffen dauerhaft. Abgesehen von Studienaufenthalten in Brüssel und einigen Reisen verläßt er Oostende nie und wohnt stets in Häusern mit Erdgeschoßläden voller Kuriositäten. Am 28. 8. 1861 Geburt seiner Schwester Marie Caroline Emma E., gen. Mitche, die er später als Modell bevorzugt.

Ab 1873 Ausb. im Collège Notre-Dame in Oostende; parallel dazu Zeichenunterricht bei den Malern Edouard Dubar und Michel Thomas Antoine van Cuyck, die E. Zchngn und Gem. anderer Künstler kopieren lassen. Im Nov. 1875 Konkurs des elterl. Geschäfts und Umzug der Fam. in eine Wohnung (44, rue Longue), in deren Abstellraum E. ein kleines Atelier bekommt. 1876 Wechsel vom Collège an die Akademie. Weiterer Wohnungswechsel (Eckhaus 23, rampe de Flandre/Bd Van Iseghem).

Aus dieser Zeit stammen E.s früheste Bilder, Freilichtmalereien mit Ansichten der Dünen, des Flachlands, der Stadt und des Meeres (Vue de la plaine flamande; Cercle du phare; Restaurant Delmer à Ostende, USA, Priv.-Slg). Am 1. 10. 1877 Abreise nach Brüssel (12, rue Saint Jean) und Einschreibung an der Acad. royale des BA (Nr 7736 der Immatrikulationsliste), die Jan Frans Portaels ab 1. 1. 1878 leitet. Mitschüler sind Fernand Khnopff und Léon Houyoux, Professoren sind Joseph van Severdonck und Joseph Stallaert; befreundet u.a. mit Theo Hannon, Ernest Rousseau und Alfred William Finch. E. verhält sich jedoch reserviert und ist kaum gewillt, sich den akad. Richtlinien anzupassen. In dem von ihm verfaßten Monologue à tiroirs (Monolog mit zahlr. Einschüben) „Trois semaines à l’Acad.“ läßt er keinen Zweifel an seinem Verhalten und einer wenig schmeichelhaften Einschätzung der Lehrer. E.s Ergebnisse bei Wettb. sind nicht bes. bemerkenswert, und zutiefst enttäuscht gibt er 1880 die Ausb. auf (nach eig. Aussage ein „Saftladen“ von Kurzsichtigen) und kehrt zurück ins Elternhaus nach Oostende; ein Atelier im vierten Stock unter dem Dachboden bietet ihm eine wunderbare Aussicht über die Stadt und die ländl. Umgebung. Nun beginnt seine wirkl. künstler. Laufbahn, und innerhalb eines Jahres malt er 30 Bilder, die überdies bes. markant sind: Chinoiseries aux éventails; Le lampiste; Une coloriste (alle Brüssel, MRBAB); Le salon bourgeois und La dame à l’éventail (beide Antwerpen, Koninkl. MSK).

Außerdem entstehen großformatige Kohle-Zchngn mit den sehr bek. gewordenen „Typen aus Oostende“ nach Modellen aus dem unmittelbaren Umfeld: La femme au balai (Brüssel, Coll. du Crédit communal); L’homme au foulard und L’Ostendaise (beide Priv.-Slg). 1881 Ausst.-Debüt mit drei Werken (u.a. Une coloriste) im Salon du Cercle La Chrysalide (Brüssel, Salle Janssens) und einem Werk zur Expos. gén. des BA (ebd., Pal. des BA). Am 5. 6. und am 16. 10. 1881 erscheinen erste Art. über E. in der Brüsseler Zs. L’Art moderne. 1882 Mitgl. des 1876 ebd. gegr. KV L’Essor und mit sieben Werken in dessen VI. Jahres-Ausst. im Pal. des BA vertreten. Unstimmigkeiten im Leitungskomitee von L’Essor führen im Okt. 1883 zur Spaltung und Gründung der Künstlergruppe Les XX (1883–93) mit E. als Mitbegr.; stellt regelmäßig dort aus wie auch in der Nachfolge-Vrg La Libre Esthétique (1894–1914).

Für die ungewöhnl., kühne Malweise erhält er bald immer bissiger werdende Kritiken. Von den offiziellen Salons werden seine Einsendungen, darunter die heute erfolgreichsten Werke, zurückgewiesen: 1883 La mangeuse d’huîtres (Antwerpen, Koninkl.MSK)von L’Essor und Les masques scandalisés (Brüssel, MRBAB) vom Cercle artist.; 1884 alle zum Salon in Brüssel eingereichten Werke, bes. La dame sombre (Brüssel, MRBAB) und L’après-dîner à Ostende (Antwerpen, Koninkl. MSK). Okt. 1883 Reise in die Niederlande zus. mit dem Maler Guillaume Vogels, 1884 nach Paris zus. mit dem niederl. Maler Jan Toorop (Mitstreiter bei L’Essor).

Um diese Zeit tritt die Maske in E.s Schaffen: Les masques scandalisés (Brüssel, MRBAB), ein Hw. aus der düsteren Periode mit deutl. Bezügen zu Goya und menschenähnlich wirkenden Masken, wird als erstes Maskenbild angesehen. Überall trifft E. auf Spott, Bosheit und Unverständnis. Seine äußere Erscheinung fällt auf und steht im Einklang mit der seel. Verfassung: Eugène Demolder nennt ihn einen mageren Don Quichotte der Kunst mit dem kurzen Kinnbärtchen eines tapferen Spaniers, groß, mit fahler Haut, schneidendem Blick, den Schnurrbart im Wind ..., und geistig fühlt er sich unverstanden.

E. ist so groß und mager, daß Zeitgen. ihm den Spitznamen „Pietje de Dood“ (Gevatter Tod) geben. Dennoch ergreifen weitblickende, kühne Männer wie der Anwalt und Schriftsteller Edmond Picard, Demolder und Emile Verhaeren für ihn Partei, und ganz allmählich wird sein Schaffen anerkannt, zunächst von der intellektuellen Elite, dann auch von Kunstsammlern. Von Dez. 1885 bis März 1886 lebt er zus. mit seiner Mutter, Schwester und Tante in Brüssel (1, rue Borgval). Wieder in Oostende, beginnt er mit ersten Kaltnadel-Rad. und Rad., zunächst auf Zink, schon bald v.a. auf Kupfer. E. fertigt häufig zahlr. Abzüge, von denen er einige heute sehr gefragte Exemplare in Aqu., Gouache oder mit Farbstiften bearbeitet.

1887 stirbt zuerst die Großmutter mütterlicherseits und am 14. 4. der Vater, nach eig. Angabe der einzige in der Fam., der für ihn Verständnis aufgebracht hatte. E. wird nun zum Familienoberhaupt, was für ihn eine ganze Reihe von finanziellen Verantwortlichkeiten mit sich bringt und ihn in einem so hohen Maß mit Sorgen überhäuft, daß er mitunter nicht fähig ist, nach seinen Vorstellungen zu malen.

Im Winter 1887/88 mit der Fam. in Brüssel (123, bd Anspach); anschl. zus. mit Vogels Kurzreise nach England, um die Werke von Turner zu bewundern. 1888 Bekanntschaft mit Augusta Boogaerts (* 1870 Oostende, † 1951 Brüssel), einer Gastwirtstochter aus Oostende und früheren Angestellten im elterl. Geschäft, der E. den Spitznamen La sirène gibt. Sie bleibt bis zum Tod seine treue Gefährtin ohne Trauschein. Arbeitsbeginn mit zahlr. Vor- Zchngn an seinem größten Gem. (253 cm °— 430 cm) und Hw., L’entrée du Christ à Bruxelles (Los Angeles/ Calif., J. Paul Getty Mus.). Char. für die frühen Werke sind düstere Töne, ein pastos-cremiger Farbauftrag und die Auswirkungen von versch. künstler. Einflüssen, bes. von P. Brueghel d.Ä., Rembrandt, F. de Goya, J. Callot, J. M. W. Turner, E. Manet, E. Degas und des Symbolismus.

Die Palette hellt sich jedoch sehr schnell auf und gewinnt dabei die überaus starke Ausdruckskraft der reinen Farbe, E.s Persönlichkeit und Originalität setzen sich durch. Einer kurzzeitigen düsteren Phase (période sombre) folgt eine helle Phase (période claire), in der sich E. mit der Unters. und Wiedergabe des Lichts befaßt, das er ganz poet. „le pain du peintre“ (das Brot des Malers) nennt. 1888 stößt er alle bisher gültigen Kompositionsregeln um, und neue Bilder entstehen in Malprozessen, die im Randbereich der trad. Techniken angesiedelt sind. Es gelingt ihm, Phantasie und Einbildungskraft freien Lauf zu lassen. Mit diesem Ziel und trotz der Bewunderung für J. A. D. Ingres weist er die klass. Linie als Feind der Form zurück, die im wesentlichen durch das Licht entsteht. E. führt seine Unters. so weit, bis er die Formen verformt, aufbraucht und völlig dem Licht unterwirft, mitunter bis hin zur Zerstörung: Les enfants à la toilette (Priv.-Slg); Adam et Eve chassés du Paradis terrestre, 1887, und Le foudroiement des anges rebelles (Antwerpen, Koninkl. MSK).

Neben Stilleben und Lsch. malt er v.a. Masken, Skelette, Interieurs und relig. Szenen, bes. aus dem Leben Christi, die er aber in einem aufbegehrenden Geist interpretiert und die von Komik und der Vorliebe für das für ihn typ. Groteske geprägt sind. E. ist gern sein eig. Modell, so daß zahlr. Selbstbildnisse entstehen. Häufig thematisiert er den Tod, den er zwar fürchtet, mit dem er aber auch sein Spiel so weit treibt, daß er sich selbst als Skelett porträtiert: Le squelette peintre; Le Triomphe de la mort (Gem. und Zchng in Antwerpen, Koninkl. MSK). Er malt sich auch zus. mit Verwandten, Freunden, Kritikern und and. Zeitgen. als fratzenhafte Dämonen: Démons me turlupinant (Zchng, Chicago, Art Inst.).

1889 Besuch im Pariser Louvre und der Schlösser in Versailles und Fontainebleau. Dieses Jahr nimmt in E.s Laufbahn eine Schlüsselposition ein mit dem endgültigen Durchbruch der reinen Farbe: Seiner Phantasie, der Neigung zum Phantastischen und Burlesken läßt er nun freien Lauf bei den ausgefallensten Szenen: Masken und karnevalist. Menschenansammlungen als Erinnerungen an den „Ball der toten Ratte“, den E. zur Karnevalszeit nie verpaßt, Spiele mit Tod und Teufel, Karikaturen auf das Bürgertum und die etablierte Ges., Geschichten zum Thema Ensor–Christus, beide unverstandene und verspottete Vorboten (bes. die Folgen von Zchngn: Les auréoles du Christ; Les sensibilités de la lumière, in versch. Slgn). Mai 1891 erste Einzel-Ausst. mit graph. Arbeiten (Brüssel, Gal. Dietrich). Okt. 1891 viertägige Reise nach Zeeland zus. mit Demolder. Am 31. 8. 1892 heiratet Mitche den von chin. Eltern abstammenden Alfred John Taen Hee Tseu (* 1861 St. Peters-Walworth/Surrey), der in Berlin mit Chinoiserien handelt.

Das Ehepaar lebt weiterhin dort, aber nach kurzer Zeit läßt der Ehemann die im sechsten Monat Schwangere im Stich, die zu Mutter und Bruder nach Oostende zurückkehrt. Diese Verbindung, der eine turbulente Scheidung folgt, bereitet E. große Sorgen. Im Okt. 1892 vier Tage in London bei seiner Großmutter väterlicherseits.

Am 26. 3. 1893 Geburt von Mariette Alexandrine Jeanne Taen Hee Tseu, der Tochter von Mitche, die E. Alex oder La Chinoise nennt. Erster bed. Ankauf von Rad. durch das Cab. des Estampes in Brüssel. Dennoch bietet E. entmutigt seinen gesamten Atelierbestand für 8500 francs zum Verkauf, wofür sich glücklicherweise kein Interessent findet. 20. 12. 1894–5.1. 1895 erste Einzel-Ausst. mit Gem. in Brüssel, Comptoir des Arts industriels La Royale (6, rue Montagne aux Herbes Potagères). Zus. mit Vogels Gründung des Cercle des BA d’Ostende. Im März 1895 kauft der belg. Staat für 2500 francs das Ölbild Le lampiste für das Brüsseler MRBAB (sein erstes von einem Mus. erworbenes Bild). 15. 12. 1898–15. 1. 1899 erste Einzel-Ausst. im Ausland mit 55 Zchngn und Rad. (Paris, Salon des Cent). 1889 widmet die Pariser Zs. La Plume E. eine Sonder-Nr, und die Wiener Albertina erwirbt ca. 100 graph. Bll. für 400 francs. 1901 Ankauf der kompletten graph. Slg durch die Stadt Oostende. Mitbegr. der durch Picard ins Leben gerufenen Libre Acad. de Belgique. Ende 1903 Bekanntschaft mit der Malerin, Schriftstellerin und Dichterin Emma Lambotte, E.s künftiger Mäzenin. Sie veröffentlicht mehrere Art. über sein Schaffen (oftmals mit Emaël sign.) und kauft ihm nicht nur 22 Werke ab, sondern führt ihn auch bei and. Sammlern ein, bes. bei den Brüdern Franck in Antwerpen. 1904 erscheint das Album Les Péchés capitaux mit Rad. (Brüssel, Van Campenhout). Eintritt in den von Emile Claus und Georges Léon Ernest Buysse gegr. KV Vie et Lumière. Mitgl. in der 1905 von François Franck zus. mit seinen Brüdern Charles und Louis in Antwerpen gegr. Vrg für zeitgen. Kunst „Kunst van Heden“.

Die auf künstler. Gebiet stark engagierten Gebrüder Franck kaufen E. zahlr. Werke ab (bes. das berühmte Gem. Entrée du Christ à Bruxelles), von denen sie dem Koninkl. MSK in Antwerpen mehrere schenken. Die Fam. E. stellt neben Ernestine Mollet auch August Van Yper, gen. Gustje (* 1884 Oostende, † 1963 ebd.), in ihren Dienst, der bis zu E.s Tod zuverlässig für ihn sorgt. 1906 bekommt er vom Ehepaar Lambotte ein Harmonium geschenkt, beginnt zu spielen und komponiert ohne Noten- und sonstige musiktheoret. Kenntnisse bis 1911 die Musik zu seinem Ballett für Marionetten, La gamme d’amour, dessen Dekorationen, Kostümentwürfe und Texte er ebenfalls liefert. 1908 Heirat der 15jährigen Nichte Alex, aber die Arbeitslosigkeit von deren Ehemann bringt weitere familiäre Probleme mit sich. 1911 Besuch von Emil Nolde. 1913 fertigt der belg. Maler und Bildhauer Rik Wouters eine Büste E.s (Brüssel, MRBAB). Veröff. des ersten WV zum druckgraph. OEuvre: J. E., Maler, Radierer, Komponist, von Herbert von Garvens- Garvensburg (Ludwig Ey Verlag, Hannover).

Nach dem Tod der Mutter am 8. 3. 1915 und von Tante Mimi 1916 bleibt E. mit der Schwester und den beiden Hausangestellten allein. 1917 Umzug nach 27, rue de Flandre, wo E. bis zum Tod zus. mit Gustje in dem Haus lebt, das heute als Gedenkstätte (Ensorhuis) genutzt wird. 1920 erste Retr. zum Gesamtschaffen in der Gal. Georges Giroux in Brüssel (140 Werke) mit konzertanter Aufführung des Balletts für Marionetten, La gamme d’amour, in den Räumen der Galerie. 1921 Veröff. der ersten Fassung von Les Ecrits de J. E. im Brüsseler Verlag Sélection und des Albums Les scènes de la vie de Christ mit 32 Lith. nach Zchngn von 1912–20 durch die Gal. Giroux.

Auf Initiative von F. Franck schenkt eine Gruppe von Freunden dem Koninkl. MSK in Antwerpen acht Gem. E.s. 1922 Besuch von André Malraux. 1923 Wahl zum korr. Mitgl. der Cl. des BA der Acad. royale de Belgique in Brüssel; 1925 ordentl. Mitglied. 27. 3. 1924 Premiere von La gamme d’amour in der Fläm. Oper von Antwerpen unter dem Titel Poppenliefde. 1927 Inszenierung von La gamme d’amour im Lütticher Théâtre royal. Erste bed. Ausst. in Deutschland mit 132 Werken in Hannover (Kestner-Ges.), anschl. in Berlin und Dresden. 1929 vom belg. König Albert Ier in den Adelsstand erhoben, wird E. Baron und wählt den Spruch „Pro Luce Nobilis Sum“; im selben Jahr offiziell belg. Staatsbürger und Ausz. als Offizier der frz. Ehrenlegion. Im Brüsseler Verlag Un Coup de Dé erscheint das Album La gamme d’amour mit 22 Lith. nach Zchngn von 1911–20.

 Zur bedeutendsten Retr. zu E.s Lebzeiten im Pal. des BA in Brüssel (19. 1.–17. 2. 1929) werden 337 Gem., 325 Zchngn und 125 Rad. gezeigt. Wassily Kandinsky besucht ihn. Am 13. 4. 1930 Enthüllung von E.s Büste des belg. Bildhauers Edmond de Valeriola in der Nähe des Casinos von Oostende. 2. 8. 1933 Treffen mit Albert Einstein in Coq-sur-Mer. Am 14. 4. 1934 zum Prince des Peintres erklärt. Bei der Bombardierung von Oostende in der Nacht 27./28. 5. 1940 werden das Rathaus und das MSK getroffen und durch einen Brand zerst., dem drei Gem., Zchngn und 118 Graphiken E.s zum Opfer fallen. Dez. 1942 irrtüml. Todesanzeige E.s in einigen Zeitungen. 1944 endgültige Veröff. von Les Ecrits de J. E. Am 27. 12. 1945 stirbt Mitche. Am 11. 11. 1948 Gründung der Vrg Les Amis de J. E. unter der Schirmherrschaft Ihrer Majestät der belg. Königin Elisabeth, die sich der Verbreitung von E.s Schaffen und der Gründung eines Mus. Ensor in Oostende verschreibt. Am 31. 3. 1949 Wahl zum korr. Mitgl. der brasil. Akademie. Die Stadt Köln verleiht ihm die Stephan-Lochner-Med., die Maler und Bildhauer für künstler. Reife und ihr Gesamtwerk erhalten. Nach dreiwöchiger Krankheit stirbt E. in der Heilig-Hart-Kliniek. Am 23. 11. 1949 Beisetzung auf dem kleinen Friedhof der Onze-Lieve-Vrouwe ter Duinenkerk.

G. Ollinger-Zinque

© Allgemeines Künstlerlexikon, Internationale Künstlerdatenbank, K.G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München/Leipzig.

James Ensor, Mädchen mit Masken (Kommunion), 1921, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

James Ensor: Mädchen mit Masken (Detail)

Mehr

E-Card versenden


* Pflichtfeld

Absender:






Empfänger:








Nachricht:



Copyright © 2014 Städel Museum. Alle Rechte vorbehalten.