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JAN VAN GOYEN (1596 - 1656)

JAN VAN GOYEN

1596 - 1656

1596 wurde er als Sohn eines Schuhmachers in Leiden geboren. Er erhielt seine Ausbildung in Leiden, dann in Haarlem bei Esaias van de Velde, der seine Landschaftskunst beeinflußte. 1618 heiratete er in Leiden und wohnte dort, bis er 1632 nach Den Haag zog. Hier blieb er bis zu seinem Tode 1656.

Durch mehrere Skizzenbücher mit Landschaftszeichnungen sind wir über die Wanderungen unterrichtet, die van Goyen in Holland und den südlichen Niederlanden unternahm (Antwerpen, Brüssel, Kleve, Arnheim usw.). Zeitlebens versuchte er, seinen Verdienst als Maler durch Erwerb, Bau und Verkauf von Häusern, durch Grundstücksspekulation, durch Kunsthandel usw. zu ergänzen. Seine Schulden häuften sich dennoch; 1652 kam es zu einer Zwangsversteigerung seines gesamten Kunstbesitzes.

Jan van Goyen war Spezialist für Landschaftsmalerei. Seine Themen waren Dörfer, Dünen, Flußgebiete, Meeresansichten. Während die Frühwerke buntfarbig und zeichnerisch gebunden sind, versuchte er ab 1628 stärker die Weite des Raumes, Licht und Atmosphäre mit Hilfe einer zur Tonigkeit neigenden Palette einzufangen. Im Zeitraum zwischen 1640 und 1645 verdrängt die malerisch-tonige Färbung alle Lokalfarben. Einzelheiten verlieren sich und verbinden sich harmonisch mit der Atmosphäre. Die Unbegrenztheit des landschaftlichen Raumes soll hervorgerufen werden (vgl. „Halt vor dem Wirtshaus", 1643; im Städel). Danach wird die Palette wieder farbiger. Als ein Höhepunkt seiner Arbeiten gilt das sog. „Haarlemer Meer", das er in seinem Todesjahr 1656 malte (im Städel).

Das obige Bildnis van Goyens (Amsterdam, Stedelijk Museum) hat Jan de Bray gezeichnet.

Jan van Goyen, Das Haarlemer Meer, 1656

Jan van Goyen: Das Haarlemer Meer

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