Zurück zur Übersicht

JACOB PHILIPP HACKERT (1737 - 1807)

JACOB PHILIPP HACKERT

1737 - 1807

Hackert, (Jacob) Philipp, Maler * 15.9.1737 Prenzlau, † 28.4.1807 San Piero di Careggio (heute zu Florenz).

H. war zunächst Schüler seines Vaters, des Malers Philipp H., und seines Onkels, eines Berliner Dekorationsmalers. Anschließend trat er in die Berliner Kunstakademie ein, wo er sich unter der Anleitung von Le Sueur der Landschaftsmalerei zuwandte. Im Dienst des Barons Olthoff ging er 1762 nach Stralsund und 1764 nach Stockholm. Im folgenden Jahr reiste H. nach Paris und berief bald darauf auch seinen Bruder Johann Gottlieb H. dorthin, mit dem er von da an eng zusammenarbeitete.

Bekannt wurden die Brüder, die 1768 nach Rom übersiedelten, besonders durch ihre Landschaftsmalerei in Gouache. 1771/72 schuf H. eine Darstellung des russischen Seesiegs über die Türken bei Tschesme in sechs Gemälden für die Kaiserin Katharina. Seit 1782 war H. für König Ferdinand IV. von Neapel tätig, der ihn 1786 zu seinem Hofmaler ernannte und ihn gemeinsam mit seinem Bruder Georg H. nach Neapel kommen ließ. H. schuf weiterhin Landschaftsbilder, Seestücke, Prospekte und Veduten; auch bei der Ausstattung von Bauten wurde er herangezogen.

Nach dem Aufstand der Lazzaroni 1799 verließ H. Neapel und ging über Livorno nach Florenz. Zuletzt lebte er in San Piero di Careggio, einem Weingut bei Florenz. Goethe, der H. 1787 auf seiner Italienreise besucht hatte, erhielt dessen schriftlichen Nachlaß und schrieb auf dieser Grundlage die Biographie H.s.

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

Jacob Philipp Hackert, Blick auf St. Peter in Rom, 1777

Jacob Phillip Hackert: Blick auf St. Peter in Rom

Mehr

E-Card versenden


* Pflichtfeld

Absender:






Empfänger:








Nachricht:



Copyright © 2014 Städel Museum. Alle Rechte vorbehalten.