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HANS HOLBEIN DER JÜNGERE (1497/98 - 1543)

HANS HOLBEIN DER JÜNGERE

1497/98 - 1543

Hans Holbein der Jüngere wurde in Augsburg 1497/98 geboren als Sohn des gleichnamigen Malers, dessen Schüler er war. Vom älteren Holbein sind ein Porträt und der großformatige Dominikaneraltar im Städel erhalten. Seit 1516 ist der jüngere Holbein in Basel als Maler und Zeichner für den Holzschnitt tätig. 1517 folgt ein Aufenthalt in Luzern. 1519 wird er in die Basler Malerzunft aufgenommen und ein Jahr später Bürger dieser Stadt. 1512 und 1522 arbeitet er an Wandgemälden im Basler Großratsaal, die erst 1530 abgeschlossen werden. 1524 unternimmt er eine Reise nach Frankreich, die u. a. in Stil und Technik seiner Zeichnungen nachhaltige Spuren hinterläßt. 1526 reist er das erste Mal nach England, über Antwerpen, wo er durch eine Empfehlung Erasmus von Rotterdams den Stadtschreiber und Gelehrten Petrus Aegidius kennenlernt. In England ist er Gast von Sir Thomas More, dessen Familie er in seinem ersten großformatigen Gruppenporträt malt (nicht erhalten). Von 1528 bis 1532 wieder in Basel, entschließt sich der Künstler, endgültig nach England umzusiedeln, da die Reformationswirren in Basel dem angesehenen Maler eine unsichere Zukunft erkennen lassen. Seine Frau und drei Kinder läßt er in Basel zurück. Um 1532 tritt Holbein in den Dienst des König Heinrichs VIII. Zu seinen Pflichten gehören vor allem nach dem Tode der Königin Jane Seymour Reisen ins Ausland, wo er mögliche künftige Bräute des Königs porträtiert. In England verlagert sich seine Tätigkeit als Maler weitgehend auf Wandmalereien und Bildnisse, denn religiöse Malerei war im reformierten England nicht gefragt. Viele Porträts der bedeutenden Persönlichkeiten am englischen Hof entstehen in diesen Jahren. Auf seinem hier abgebildeten Selbstbildnis in Florenz malt er sich im Alter von 45 Jahren. Bald danach im Jahre 1543 stirbt er während einer Pestepidemie in London.

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