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ANTON KERN (1709 - 1747)

ANTON KERN

1709 - 1747

Kern, Anton, auch Körne, Maler, * 12.12.1709 Tetschen (Böhmen), † 8.6.1747 Dresden.

Im Alter von dreizehn Jahren wurde K., Sohn eines Stadtschreibers, am Jesuitengymnasium in Mariaschein vom sächsischen Hofmaler Laurentio Rossi entdeckt und zu erster Ausbildung in sein Atelier nach Dresden mitgenommen. Ein Jahr später gab er K. bei Giovanni Battista Pittoni in Venedig in die Lehre, wo er sieben Jahre lang blieb. 1731 nach Böhmen zurückgekehrt und 1735 als Pictor an der Philosophischen Fakultät in Prag immatrikuliert, wurde er wenig später nach Dresden berufen und schuf dort u. a. Entwürfe zu den Altar- und Deckenbildern der katholischen Hofkirche. Von 1738 bis 1741 hielt sich K. als Stipendiat König Augusts III. in Rom auf. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Hofmaler ernannt und mit höfischen und privaten Aufträgen überhäuft.

Während der barocke Historismus seines Frühwerks vor allem von Pittoni beeinflußt war und noch wenig Eigenständigkeit zeigte, fand K. in der Bearbeitung mythologischer Motive nach einem Venedigaufenthalt eine eigene Formensprache, der es vor allem um die schwärmerische Veranschaulichung von Natur und Idylle ging. Die Hauptwerke K.s befinden sich u. a. in der Österreichischen Galerie Wien und im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. K. gilt als frühester Vertreter der Rokokomalerei in Mitteleuropa.

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

Anton Kern, Rinaldo und Armida im Zauberwald, um 1730/38

Anton Kern: Rinaldo und Armida im Zauberwald

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