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AUGUST MACKE (1887 - 1914)

AUGUST MACKE

1887 - 1914

Macke, August, Maler, * 3.1.1887 Meschede (Westfalen), † 26.9.1914 Perthes-les-Hurlus (Champagne).

M., Sohn eines Tiefbauingenieurs und Vetter Heinrich M.s, studierte 1904/05 an der Kunstakademie und 1906 bei Fritz Helmuth Ehmcke an der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf. Befreundet mit den Dramaturgen des Düsseldorfer Schauspielhauses Herbert Eulenberg und Wilhelm Schmidtbonn, schuf er Bühnenbilder für eine Macbeth-Inszenierung. 1907 reiste er erstmals nach Paris und setzte sich dort mit dem französischen Impressionismus und dem Fauvismus auseinander. 1907/08 lebte M. in Berlin und verkehrte im Atelier Lovis Corinths.

Weitere Reisen führten ihn nach Italien und mehrmals nach Paris. 1909 ließ er sich auf Schmidtbonns Einladung am Tegernsee nieder, schuf intensive farbige Bilder und freundete sich 1910 mit Franz Marc an. Im selben Jahr kehrte M. nach Bonn zurück. Er trat in Kontakt zu Wassily Kandinsky und der Neuen Künstlervereinigung München, beteiligte sich an deren Ausstellungen und war mit Texten (Die Masken) und Bildern (Sturm) im Almanach "Der Blaue Reiter" vertreten. 1911/12 stellte M. jeweils eine große Zahl von Exponaten bei den Ausstellungen der "Blauen Reiter"-Redaktion und war 1912 u. a. an den Ausstellungen des Sonderbundes in Köln, der Künstlervereinigung Caro-Bube in Moskau sowie der Kölner Sezession beteiligt.

Bei einem weiteren Aufenthalt in Paris lernte er Robert Delaunay kennen, befaßte sich mit Kubismus und Futurismus und gestaltete danach u. a. Schaustellermotive, Straßenszenen, nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Hilterfingen am Thuner See vor allem Figurengruppen im Park (Spaziergang, 1913). M. stellte 1913 in Dresden, Berlin, bei den "Rheinischen Expressionisten" in Bonn und beim Ersten deutschen Herbstsalon in Walden aus. Anfang 1914 reiste er mit Paul Klee und Louis René Moilliet nach Tunesien und schuf dort eine Serie von Aquarellen, die heute zu den bedeutendsten Werken der Bildenden Kunst der Klassischen Moderne zählen. M. fiel im Ersten Weltkrieg.

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

August Macke, Walterchens Spielsachen, 1912

August Macke: Walterchens Spielsachen (Detail)

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