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QUENTIN MASSYS (1466 - 1531)

QUENTIN MASSYS

1466 - 1531

Massys wurde 1466 in Löwen geboren. Er verbrachte den größtenTeil seines Lebens - 1491 bis zu seinem Tod 1531 - in Antwerpen, der damals mächtigen und reichen Hafen- und Handelsstadt, die auch ein Sammelbecken für Künstler und Wissenschaftler war, die im Geist des Humanismus arbeiteten.

Im Auftrag der „Bruderschaft der hl. Anna" schuf Massys 1507-1509 einen Annenaltar und für die Schreinergilde einen Johannesaltar, der für eine Kapelle in der Antwerpner Kathedrale bestimmt war (Bestellung des Altars: 1508; Vollendung: 1511). Erasmus von Rotterdams Ideen über die Kunst folgend, hielt Massys es für unangemessen, biblische und heilige Personen in Art der an der („heidnischen") Antike orientierten Renaissancemalerei darzustellen; deshalb vollzog er in einer Reihe von Werken eine bewußte Rückkehr zur älteren niederländischen Kunst - so beim Johannes-Altar. Andererseits verarbeitete er die Kunst Leonardo da Vincis, z. B. in dem „Bildnis eines Greises" (1513; Paris, Museum Jaquemart-André) oder der „Häßlichen Frau" (London, Nationalgalerie). Neben dem Doppelbildnis des Erasmus von Rotterdam und Petrus Aegidius (1517; Longford Castle, Sammlung Lord Radnor/Rom, Palazzo Barberini - zugeschrieben) und dem Bildnis eines Chorherren (Vaduz) sowie dem sog. „Goldwäger mit seiner Frau" (1514; Paris, Louvre) schuf er eine Reihe von religiösen Werken, darunter Madonnenbilder. Er soll auch mit dem bedeutenden Antwerpner Landschafter Joachim Patenir (um 1480 - um 1524) zusammengearbeitet haben, mit dem er mutmaßlich das Gemälde „Die Versuchung des hl. Antonius" arbeitsteilig gemalt hat (Madrid, Prado).

Quentin Massys, Bildnis eines Gelehrten, 16. Jahrhundert

Quentin Massys: Bildnis eines Gelehrten

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