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FRANZ ANTON MAULBERTSCH (1724 - 1796)

FRANZ ANTON MAULBERTSCH

1724 - 1796

Maulbertsch, Franz Anton, auch Molbertsch, Molbartsch, österr. Maler, Freskant, getauft 7.6. 1724 Langenargen/Bodensee, † 7.8. 1796 Wien.

Der Sohn eines Malers und Vergolders erhielt seine erste künstlerische Ausbildung vermutlich bei seinem Vater, besuchte seit 1739 die Wiener Kunstakademie und wurde wahrscheinlich auch von Peter van Roy und Jacob van Schuppen unterrichtet. 1750 errang M. einen ersten Preis der Akademie, wurde 1759 zu ihrem Mitglied ernannt und war seit 1770 Rat der Akademie. In seinen Stil flossen Anregungen ein, die er aus süddeutsch-österreichischen Traditionen der Freskomalerei (besonders die Werke von Johann Michael Rottmayr, Daniel Gran und Paul Troger) sowie dem Formengut niederländischer (Rembrandt, Peter Paul Rubens) und venezianischer Malerei schöpfte.

M. war der bedeutendste Maler der ausgehenden österr. Barockmalerei. Zwischen 1756 und 1765 schuf er in Österreich, Ungarn, Böhmen und Mähren seine wichtigsten Fresken und Altarbilder. Nach der Mitte der sechziger Jahre näherte sich M. dem Klassizismus. Er schuf auch Ölskizzen, Zeichnungen und Radierungen. Zu nennen sind die Fresken in der Piaristenkirche in Wien (1752/53), in der Wallfahrtskirche Heiligenkreuz-Gutenbrunn (1757/58), in der Pfarrkirche in Sümeg (Bez. Veszprém, Ungarn, 1757/58) und in der Hofburg in Innsbruck (1775-78). Zu M.s wichtigen Gemälden gehören Martyrium des hl. Judas Thaddäus (um 1760), ein Selbstbildnis (um 1767) und Glorifikation Kaiser Josephs II. (vor 1777). 

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

Franz Anton Maulbertsch: Allegorische Darstellung

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