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MEISTER DER TIBURTINISCHEN SIBYLLE (1460 - 1490)

MEISTER DER TIBURTINISCHEN SIBYLLE

1460 - 1490

Der anonyme Maler erhielt seinen Notnamen von Max J. Friedländer unter Hinweis auf das Tafelbild mit der Weissagung der Tiburtinischen Sibylle im Städelschen Kunstinstitut. Mit der Lazaruserweckung im Museo di San Carlos in Mexico City, der Marienvermählung in der John G. Johnson Collection in Philadelphia und der Kreuzigung Christi im Detroit Institute of Arts wies Friedländer ihm zugleich ein eigenständiges (Euvre zu, das eine genauere Charakterisierung seiner Kunst erlaubt.
Der »Meister der Tiburtinischen Sibylle« scheint aus den nördlichen Niederlanden zu stammen und dort zu Beginn der 1470er Jahre seine Ausbildung im Umkreis des Geertgen tot Sint Jans in Haarlem genossen zu haben. Bald nach 1475 treffen wir ihn in Löwen an, wo er die in der Bouts Werkstatt begonnene, nach dem Tod des Werkstattleiters 1475 aber unvollendet liegengebliebene Städel Tafel vollendete (hierzu ausführlich die nachfolgende Katalogeintragung). In den 1480er Jahren vermutlich nach seiner Rückkehr nach Haarlem dürften die Tafeln in Mexico City, Philadelphia und Detroit entstanden sein. Ihr Stil zeigt unverfälscht die eigenständige Stilsprache des Anonymus in engem Zusammenhang mit der Haarlemer Malerei.
Meister der Tiburtinischen Sibylle und Werkstatt des Dieric Bouts, Weissagung der Sibylle von Tibur, 15. Jahrhundert

Meister der Tiburtinischen Sibylle: Weissagung der Sibylle von Tibur

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