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HANS MEMLING (um 1440 - 1494)

HANS MEMLING

um 1440 - 1494

Hans Memling (in den zeitgenössischen Quellen gelegentlich auch Memlinc geschrieben) stammte aus Seligenstadt am Main. Sein Geburtsjahr ist ebenso unbekannt wie die Umstände seiner künstlerischen Ausbildung. Von Vasari als Schüler des Rogier van der Weyden bezeichnet, ist er diesem Vorbild stilistisch, aber auch im Hinblick auf zahlreiche Kompositionen tatsächlich aufs engste verpflichtet. Belegbar ist eine Ausbildung Memlings in der Van der Weyden Werkstatt vor dem Tod des Meisters 1464)*edoch nicht. Hans Memling wird historisch erstmals 1465 in Brügge beim Erwerb des Bürgerrechts faßbar. In Brügge blieb der Maler auch bis lg.zu seinem Tode am 11. August 1494 tätig.

Zwei Altarbilder Memlings tragen auf dem Rahmenwerk seine Signatur und die Datierung ins Jahr 1479: Das Katharinen Triptychon und der kleine Altar des Jan Floreins, beide im Sint Jans Hospital in Brügge. Eine Reihe weiterer Werke ist datiert oder datierbar; die große Masse der dem Maler aus stilistischen Gründen zugewiesenen Bilder ist diesen Werken zuzuordnen, was im Einzelfall angesichts der geringen Wandlungen seiner Stilsprache Datierungsprobleme aufwirft. Zunächst ganz dem Vorbild der großen Maler der ersten Jahrhunderthälfte, hier besonders Rogier, verpflichtet, verrät er Einflüsse der italienischen Renaissance erst in den Spätwerken und auch hier nur im dekorativen Beiwerk.
Hans Memling war als gesuchter Maler und Portraitist des wohlhabenden Bürgertums, aber auch der Mitglieder ausländischer Handelsniederlassungen, der bedeutendste Brügger Maler gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Person und Werk gerieten nach Memlings Tod nicht in Vergessenheit. Die Wertschätzung des Malers erreichte ihren Höhepunkt im lg. Jahrhundert, als seine undramatischen und lieblichen Bilderfindungen (neben jenen Jan van Eycks) als Höhepunkt der Kunst des niederländischen Spätmittelalters gefeiert wurden.

Hans Memling, Bildnis eines Mannes mit hoher roter Kappe, 15. Jahrhundert

Hans Memling: Bildnis eines Mannes

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