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HENRI ROUSSEAU (1844 - 1910)

HENRI ROUSSEAU

1844 - 1910

Henri-Julien-Félix Roussean wird am 21. Mai 1844 in Laval geboren. Die Familie zieht 1861 nach Angers um, wo Rousseau vom Militärdienst freigestellt 1863 in einem Anwaltsbüro arbeitet. Er entscheidet sich im selben Jahr dem 51. Infanterieregiment beizutreten, wird aber nach dem Tod des Vaters 1868 frühzeitig von seiner 7jährigen Verpflichtung befreit und geht nach Paris. Er heiratet Clémence Boitard, mit der er sieben Kinder hat; nur ein Sohn und eine Tochter überleben. Rousseau arbeitet als Gerichtsdiener. Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges wird er 1869 erneut zum Militärdienst einberufen, bald darauf wieder freigestellt. 1871 nimmt er eine Stelle beim Pariser Stadtzollamt an, die ihm später den Beinamen »Der Zöllner« einbrachte.

Er erwirbt 1884 eine Zulassung als Kopist im Louvre und im Musée de Versailles. 1885 mietet er ein Atelier. Er stellt im Salon des Refusés aus. Ab 1886 ist Rousseau jedes Jahr (außer 1899 und 1900) im Salon des Indépendants vertreten. Seine Frau Clémence stirbt 1886. Über die Pariser Weltausstellung 1889 schreibt Rousseau ein Singspiel, das allerdings nicht zur Aufführung kommt. Die ersten exotischen Landschaften des Malers werden 1891 im Salon des Indépendants gezeigt. Im selben Jahr wird Rousseau aufgrund einer Verwechslung mit der Silbermedaille der Stadt Paris ausgezeichnet. Ende 1893 gibt er seine Arbeit beim Stadtzollamt auf, um sich ganz der Malerei zu widmen. Er schließt Freundschaft mit Alfred Jarry. 1899 heiratet er Joséphine Noury. Ab 1900 gibt er Musik- und Malunterricht, um Schulden bei seinem Farbenhändler begleichen zu können. Joséphine stirbt 1903. Rousseau nimmt 1905 am 3. Salon d`Automne teil, bei dem die »Fauves« großes Aufsehen erregen. Um 1907 lernt er Robert und Sonia Delaunay, Wilhelm Uhde und Guillaume Apollinaire kennen. Über letzteren macht er die Bekanntschaft Pablo Picassos, der ein Bewunderer von Rousseaus Malerei wird. Rousseau läßt sich in einen Geldschwindel verwickeln. Seine zweijährige Gefängnisstrafe wird 1909 auf Bewährung ausgesetzt. Er veranstaltet zahlreiche »familiäre und künstlerische Soirées«. Am 2. September 1910 stirbt Rousseau vereinsamt im Krankenhaus an den Folgen einer Wundinfektion.

Henri Rousseau, Die Allee im Park von Saint-Cloud, 1907/08

Henri Rousseau: Die Allee im Park von Saint-Cloud

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