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BERNARD SCHULTZE (1915 - 2005)

BERNARD SCHULTZE

1915 - 2005

Schultze, Bernard, eigentl. Bernhard S., Maler, Zeichner, Bildhauer, * 31.5.1915 Schneidemühl (Westpreußen), † 14.4.2005 Köln.

S., Sohn eines Landgerichtsrats, studierte 1934-39 bei Willy Jäckel an der Hochschule für Kunsterziehung Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach der Teilnahme am Zweiten Weltkrieg lebte er zunächst in Flensburg, 1947-68 in Frankfurt und seit 1968 in Köln. Nach einer Reise nach Paris 1951, bei der er u. a. die Arbeiten von Wols und des französischen Tachismus kennenlernte, begründete er 1952 mit Karl Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz die Gruppe "Quadriga". 1959 und 1964 nahm S. an der "Documenta" in Kassel teil.

Er wurde u. a. 1984 mit dem Großen Hessischen Kunstpreis und 1986 mit dem Lovis-Corinth-Preis ausgezeichnet. 1972 wurde S. in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen, 1981 zum Titularprofessor des Landes Nordrhein-Westfalen ernannt. Neben einem surrealistisch beeinflußten Frühwerk schuf er "Tabuskri"-Arbeiten ("tabulae scriptae") und freie Plastikbilder, "Zungen-Collagen" und vor allem "Migofs", halbplastische Bildobjekte aus Draht, Plastikmasse, Holz und bemalter Leinwand. Zuletzt widmete sich S., bedeutender Vertreter des Informel, mit seinen Riesenformaten (Dem moosigen Träumer, 1986; Das rote Irgendwas, 1988) wieder überwiegend der Malerei auf Leinwand. Er trat auch mit graphischen Arbeiten hervor und betätigte sich schriftstellerisch; er veröffentlichte u. a. Die zerschlagenen Schalen eines Gesprächs mit sich selbst (1966), Migof-Reden (1971) und Spinnwebenschrift (1993, Gedichte). 2000 erschienen seine gesammelte Aufsätze Über Malerei.

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

Bernard Schultze, Endymion, © VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Bernard Schultze: Endymion (Detail)

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