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JOHANN HEINRICH WILHELM TISCHBEIN (1751 - 1829)

JOHANN HEINRICH WILHELM TISCHBEIN

1751 - 1829

Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm, genannt Goethe-Tischbein, Maler, * 15.2.1751 Haina, † 26.7.1829 Eutin.

T., Bruder von Jacob und Johann Heinrich T. d. J., wurde 1765 von seinem Onkel Johann Heinrich T. d. Ä. ausgebildet, ging 1766 zu seinem Onkel (Johann) Jacob T. nach Hamburg und arbeitete in den folgenden Jahren in Amsterdam, Bremen, Kassel, Hannover und Berlin. 1779-81 und seit 1783 lebte er in Rom; 1781/82 hielt er sich in Zürich auf, wo er u. a. mit Johann Caspar Lavater in Kontakt kam. 1786/87 reiste er mit Goethe nach Neapel, wo er 1789 Direktor der Kunstakademie wurde. Nach der Eroberung Neapels durch die Franzosen 1799 kehrte er nach Deutschland zurück, ließ sich 1801 in Hamburg nieder und lebte seit 1808 als Hofmaler des Herzogs Peter von Oldenburg in Eutin.

T. malte neben Porträts (u. a. Goethe in der römischen Campagna, 1787) Historienbilder, teilweise von Goethe kommentierte Idyllen, Tierbilder und Stilleben. Ausgehend vom Rokoko, wandte sich T. in Rom dem Klassizismus zu; in seiner Spätzeit nahm er Anklänge romantischen Stilempfindens auf. T. machte sich auch als Gelehrter und Sammler einen Namen. Seine Schrift Aus meinem Leben erschien postum 1861, 1987 seine Eselsgeschichte oder der Schwachmatikus und seine vier Brüder, der Sanguinikus, Cholerikus, Melancholikus und Phlegmatikus (bearb. von Gudrun Reindl-Scheffer).

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Goethe in der römischen Campagna, 1787

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Goethe in der römischen Campagna (Detail)

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