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WILHELM TRÜBNER (1851 - 1917)

WILHELM TRÜBNER

1851 - 1917

Trübner, Wilhelm, Maler, * 3.2.1851 Heidelberg, † 21.12.1917 Karlsruhe.

Der Sohn eines Goldschmieds, Neffe Nikolaus T.s und Bruder Karl T.s besuchte seit 1867 die Kunstakademien in Karlsruhe und München, wo er u. a. mit Carl Schuch und Wilhelm Leibl bekannt wurde, und war 1869 vorübergehend Schüler von Hans Canon in Stuttgart; ausgedehnte Reisen führten ihn nach Italien, die Niederlande, Belgien und Großbritannien. Zunächst überwiegend in München und Umgebung (Bernried/Starnberger See, Herreninsel im Chiemsee) tätig und seit 1892 Mitglied der Sezession, seit 1893 der Freien Künstlervereinigung, lebte T. 1896-1903 in Frankfurt/Main, wo er auf Vermittlung des befreundeten Hans Thoma ein Atelier im Städel bezog und auch als Lehrer wirkte. 1898 erhielt er den Professorentitel. 1903 wurde er zum Prof. an der Kunstakademie in Karlsruhe ernannt und war 1904/05 und 1910/11 deren Direktor.

T., der 1899-1907 häufig im Odenwald malte, schuf zunächst an Gustave Courbet orientierte Interieurs und Porträts, wandte sich später naturalistisch gefaßten mythologischen Bildmotiven zu und zählte schließlich als ein von impressionistischer Licht- und Farbauffassung beeinflußter Landschaftsmaler und Porträtist zu den bedeutenden Vertretern des reinmalerischen Stils. Er veröffentlichte u. a. Das Kunstverständnis von heute (1892) und Die Verwirrung der Kunstbegriffe (1898, 21900). T. war seit 1900 mit Alice T. verheiratet. 

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

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