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FRITZ VON UHDE (1848 - 1911)

FRITZ VON UHDE

1848 - 1911

Uhde, Fritz von, eigentl. Friedrich Karl  U., Maler, * 22.5.1848 Wolkenburg/Mulde (Kr. Glauchau, Sachsen), † 25.2.1911 München.

Der Sohn des Präsidenten des sächsischen luth. Landeskonsistoriums trat nach kurzem Studium an der Dresdner Kunstakademie (1866/67) in den Militärdienst ein und wurde Offizier im sächsischen Gardereiterregiment. 1878 quittierte er als Rittmeister seinen Dienst, um sich der Malerei zu widmen, und ging nach München, wo er nach kurzer Studienzeit in Paris (bei Mihály von Munkácsy) seit 1880 ständig lebte. Unter dem Einfluß Max Liebermanns befaßte er sich mit Freilichtmalerei.

Die Hauptwerke U.s sind seine religiösen Bilder, mit denen er die Heilsgeschichte in das zeitgenössische Milieu der Handwerker und Bauern stellte. Am bekanntesten sind Lasset die Kindlein zu mir kommen (1884), Komm, Herr Jesu, sei unser Gast (1885) und Die Heilige Nacht (1888/89). Parallel zu religiösen Themen malte U. (historisierende und zeitgemäße) Genre- und Familienbilder, auch einzelne Porträts (seit 1890), Interieurs und Naturschilderungen (Alter Biergarten in Dachau, 1888). U. war Mitbegründer der Münchner Sezession, 1899-1904 ihr Präsident, wurde Ehrenmitglied der kgl. Bayerischen Akademie der Künste und gehörte den Akademien der bildenden Künste in Berlin, Dresden und Antwerpen an.

© Deutsche Biographische Enzyklopädie. Hrsg. v. Rudolf Vierhaus, K. G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München 2005-2008.

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