Zurück zur Übersicht

JAN VERMEER VAN DELFT (1632 - 1675)

JAN VERMEER VAN DELFT

1632 - 1675

1632 wird Johannes Vermeer van Delft geboren. Sein Vater ist der Seidenwirker, Gastwirt und Kunsthändler Reynier Janszoon Vos, auch Vermeer genannt. Er stammte aus Delft, während seine Frau Dymphna Balthasarsdr. aus Amsterdam kam. 1653 heiratet Johannes Vermeer Catherina Bolnes. Wenige Monate später wird er in die Malergilde Sankt Lukas in Delft aufgenommen, der er 1662-1663 und 1670-1671 vorsteht. 1663 wird er von dem französischen Reisenden Balthasar de Monconys aus Lyon, der seine Bilder kennenlernen möchte, besucht. 1672 reist er im Auftrag des Kurfürsten von Brandenburg nach Den Haag, um als Kunstkenner der italienischen Malerei dreizehn Gemälde zu begutachten. Johannes Vermeer stirbt dreiundvierzigjährig 1675 in Delft. Er lässt seine Frau und elf Kinder in nur bescheidenen Verhältnissen zurück.

Die Schriftquellen über den Künstler Vermeer geben wenig Auskunft. Sein Oeuvre umfaßt nur 34 Gemälde, bis auf drei sind es Szenen im Innenraum mit einer oder nur wenigen Personen. Wer sein Lehrer war, ist ungewiß. Die Entwicklung der Kunstzentren in Amsterdam und Leiden werden ihm nicht unbekannt gewesen sein. Die Kunst Gerard Ter Borchs (1617-1681) und Gerard Dous (1613-1675) ist seinem Werk verwandt. Er schätzte Carel Fabritius (1622-1654) den Schüler Rembrandts, von dem er drei Gemälde besaß. Pieter de Hooch (1629-nach 1684) und Jan Stehen (ca. 1625-1679) sind zeitweise in Delft ansässig und werden mit Vermeer zusammengetroffen sein. Der Kreis seiner Sammler war klein und der Ruhm seiner Kunst schien fast vergessen, als der Radierer und Publizist Christian Josi 1821 in einem Essay Vermeers Meisterschaft pries. Erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der Politiker und Journalist Etienne-Joseph-Théophile Thoré mit seinen Studien den Künstler Vermeer für sich und die Welt.

Jan Vermeer van Delft, Der Geograph, 1669

Jan Vermeer van Delft: Der Geograph (Detail)

Mehr

E-Card versenden


* Pflichtfeld

Absender:






Empfänger:








Nachricht:



Copyright © 2014 Städel Museum. Alle Rechte vorbehalten.