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JOHANNES VERSPRONCK (um 1606/09 - 1662)

JOHANNES VERSPRONCK

um 1606/09 - 1662

Die künstlerische Laufbahn war für Johannes (Cornelisz.) Verspronck durch den als Maler tätigen Vater Cornelis Engelsz. bereits vorgezeichnet: Zwischen 1606 und 1609 in Haarlem geboren, kam er zunächst zu seinem Vater, dann zu Frans Hals in die Lehre. Nach seiner Ausbildung trat er 1632 gemeinsam mit seinem Bruder Jochem der Haarlemer St.-Lukas-Gilde bei. Dieser gehörte er bis zu seinem Tode an, allerdings ohne jemals ein offizielles Amt zu übernehmen. Offenbar blieb Verspronck unverheiratet und führte ein ruhiges, zurückgezogenes Leben, denn seine Person ist weitgehend durch sein künstlerisches Œuvre und nicht durch archivalische Belege dokumentiert. Erst im Zusammenhang mit dem Tod des Vaters um 1650 scheint Verspronck in den Urkunden häufiger auf. Ihm stand mehr als ein Fünftel des Erbes zu. Außerdem erbte er, zusätzlich zum väterlichen Haus, auch die Summe von 175 Gulden. Da keine Dokumente erhalten sind, die eine andere Tätigkeit als die des Malers belegen, muss Verspronck als Porträtmaler sehr erfolgreich gewesen sein. Bei der finanziellen Unterstützung der Mutter übernahm er den Hauptanteil, außerdem erwarb er für sich und seine Geschwister ein Haus, das in der Nähe ihrer Wohnung lag. Datierte Gemälde von seiner Hand sind aus den Jahren 1634 bis 1655 erhalten. Danach nahm seine Produktivität deutlich ab. Am 30. Juni 1662 wurde der Maler in der Grote of Sint-Bavokerk zu Haarlem beigesetzt.

In seiner produktivsten Phase in der ersten Hälfte der 1640er-Jahre entstanden auch Gruppenporträts der Regentinnen des St. Elisabeth Gasthuis und des Waisenhauses, zudem sind aus dieser Zeit eine Genreszene und ein Stillleben erhalten. Ab den 1650er-Jahren dominiert in seinem Œuvre das Sitzporträt.

Johannes Verspronck, Bildnis einer Frau im Lehnstuhl, 17. Jahrhundert

Johannes Verspronck: Bildnis einer Frau im Lehnstuhl

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