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ROGIER VAN DER WEYDEN (1399/1400 - 1464)

ROGIER VAN DER WEYDEN

1399/1400 - 1464

Roger van der Weyden wird 1399 oder 1400 geboren. Im Malerverzeichnis der Stadt ist er geführt als „Rogelet de le Pasture, natif de Tournai“, der seine Lehre am 5. März 1427 bei Meister Robert Campin, der wohl mit dem Meister von Flémalle identisch ist, begann, also in relativ fortgeschrittenem Alter. Da er aber vorher schon mit „maître Rogier de le Pasture“ angesprochen wird, wie anläßlich einer Spende vom Rat der Stadt an den Maler überliefert ist, kann man annehmen, daß er bereits vor seiner Lehre studiert hat. Am 1. August 1432 erwirbt er die Freimeisterschaft in Tournai. Nach seinem Umzug nach Brüssel wird Roger 1435 oder 1436 dort Stadtmaler. Anläßlich des Heiligen Jahres reist er 1450 nach Rom. Obwohl Reiseweg und Dauer seines Aufenthalts in Italien nicht bekannt sind, dürfte sicher sein, daß er Ferrara und Florenz besucht. Rogers Hauptwerke während der Italienreise sind die bereits oben genannte Grablegung in den Uffizien sowie die Medici-Madonna. Kurz nach der Reise dürfte das berühmte „Jüngste Gericht“ für das Hospital in Beaune entstanden sein. Wohlhabend und hochgeachtet stirbt er 1464 in Brüssel. – Sein schon zu Lebzeiten großer Ruhm führte dazu, daß Roger in gutem Kontakt zu einflußreichen Persönlichkeiten seiner Heimat stand, so zu Nicolas Rolin, dem Kanzler von Burgund, und dem Rat der Stadt Brüssel. Neben Jan van Eyck gilt er als der führende Vertreter der altniederländischen Malerei des 15. Jahrhunderts und wurde für diese prägend. Bereits Nicolaus von Cues nennt ihn den „maximus pictor“. Nur zwei Arbeiten sind in einem Inventar von 1574 fest für ihn bezeugt, die Kreuzabnahme (Prado, Madrid) und die Kreuzigungsszene (Escorial). Keines seiner Bilder ist signiert oder datiert.
Rogier van der Weyden, Medici-Madonna, 15. Jahrhundert

Rogier van der Weyden: Medici-Madonna

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