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COSMAS DAMIAN ASAM (1686 - 1739)

COSMAS DAMIAN ASAM

1686 - 1739

Asam (Asamb; Asum), dt. Künstlerfamilie, 17./18. Jh. in Bayern.
1. Cosmas Damian, Maler und Architekt, * wahrsch. 27. 9. 1686 Benediktbeuern (Taufe 28. 9. 1686), † 10. 5. 1739 München.

Erste Ausbildung beim Vater. 1711–13 Romreise. Stud.: Accad. di San Luca bei Carlo Maratti (am 23. 5. 1713 Preis der Accad. für die Pinselzeichnung Das Wunder des hl. Pius).

1717 Heirat mit Maria Anna, Tochter des Hofratssekretärs Franz Anton Mörl; 1724 Kauf des Wohnhauses „Asamisch-Maria-Einsiedel-Thal“ in München-Thalkirchen.

1724 Ernennung zum Kammerdiener und Hofmaler des Fürstbischofs von Freising, 1730 zum kurbayerischen Kammerdiener, 1732 zum kurpfälzischen Hofkammerrat; zweite Ehe mit Maria Ursula, Tochter des Kaufmannes Joh. Baptist Ettenhofer.

In Rom Anregungen bes. von C. Maratti, B. Luti, A. Pozzo, Pietro da Cortona und anderen großen Meistern der röm. Barockmalerei.

Die Deckenbilder bleiben zunächst perspektivisch an den gebauten Raum gebunden. Seit 1720 (Aldersbach) öffnet sich das Fresko zum lichten Himmel, der die reale Architektur wie selbstverständlich fortsetzt.

C. D. A. führt oft mit dem Bruder Egid Quirin in idealer Werkgemeinschaft – zur Schöpfung von Gesamtkunstwerken nach den Idealen der Zeit – die Deckenmalerei des Barock zu höchster Vollendung. Zu seinen Schülern zählen Ch. Th. Scheffler, dessen Bruder Felix Anton, M. Günther, J. G. Winck, J. A. Schöpf und J. A. Müller. Meist für Benediktinerklöster tätig, wirken beide Brüder nur gelegentlich im profanen Bereich (Alteglofsheim, Bruchsal, Mannheim, Schleißheim). Teils werden nach eigenen Plänen errichtete Kirchen ausgestattet (Rohr, Weltenburg, Asamkirche München), teils Neubauten anderer Architekten. Daneben verdienen die gelungenen Barockisierungen älterer Gotteshäuser bes. Erwähnung (u.a. Freising, Regensburg-St. Emmeram).

Die weite Streuung des Werkes von Altbayern und Tirol bis nach Schlesien, an den Oberrhein, in die Schweiz und nach Oberschwaben erklärt sich sowohl aus dem künstlerischen Rang als auch aus den weitreichenden Verbindungen des Benediktinerordens und anderer Auftraggeber.

Die Brüder A. zählen zu den führenden Vermittlern ital., bes. röm., Anregungen an die Kunst des dt. Barock, die sie entscheidend mitprägen.

J. Hotz

© Allgemeines Künstlerlexikon, Internationale Künstlerdatenbank, K.G. Saur Verlag, ein Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, München/Leipzig.

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