EUGÈNE DELACROIX
Fantasia arabe
1833
Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 1466 (Eigentum Städelscher Museums-Verein e.V.)
60 × 75 cm
Delacroix’ Vorliebe für opulente dramatische Szenerien, die er aus der Malerei der venezianischen Renaissancekünstler ebenso kannte wie aus dem Werk des Flamen Peter Paul Rubens, wurde durch seine 1832 unternommene Marokkoreise genährt. Dort hatte er exotische Motive und die Farbenpracht der orientalischen Welt entdeckt, wie hier ein arabisches Reiterspiel, dessen Wildheit und Spannung sich in Farbgebung, Strichführung und Komposition ausdrücken. Mit dieser Malweise stand Delacroix in Widerspruch zur damals in Frankreich vertretenen akademischen Auffassung, nach der die Kunst sich durch die Klarheit der Linie auszeichnen sollte.










